Erster Herzsport-Preis 2019 geht nach Ellwangen

Ein Höhepunkt des Ulmer Herztages am 23.11.2019 war die Verleihung des Herzsport-Preises 2019.

20191123 Herzsportpreis2019 RiekerDer Herzsport-Preis der Herzklinik Ulm erfuhr beim Ulmer Herztag seine elfte Auflage. Ulms Oberbürgermeister Gunter Czisch übergab zusammen mit Dr. Winfried Haerer diesen deutschlandweit einmaligen Preis, mit dem die Herzklinik in Kooperation mit dem WBRS (Württembergischer Behinderten- und Rehabilitationssportverband e.V.) Übungsleiter von Herzsportgruppen ehrt, welche mit spannenden Ideen ihre Herzsport-Patienten zur dauerhaften Teilnahme an der Herzsportgruppe motivieren können.

In diesem Jahr wurden acht Übungsleiter für diesen Preis nominiert. Der Pokal für den ersten Herzsportpreis samt Urkunde und Geräte fürs Herztraining ging an Heinz Rieker von der BVSG Ellwangen. Dieter Belz von der Herzsportgruppe Münsingen nahm den 2. Preis entgegen. Den dritten Preis nahm Gabriele Spieß von der Sportgemeinschaft Aulendorf mit nach Hause.

Zudem gab es vielseitige Informationen rund ums Herz im Foyer des Ulmer Stadthauses. Die Herzklinik Ulm bot Informationsmaterial an und viele Besucher tauschten sich mit den Ärzten und Mitarbeitern der Herzklinik persönlich aus. Hinzu kamen weitere Info-Stände, etwa von der Deutschen Herzstiftung, der Sektion Sport- und Rehabilitationsmedizin des Universitätsklinikums Ulm und der AOK Biberach. Bestens angenommen wurde das Angebot der Herzklinik Ulm für einen persönlichen Risiko-Check mit Blutdruckmessung und Cholesterinbestimmung.

Die Herzklinik Ulm unterstützt das großartige Engagement der Übungsleiter, Trainer und Betreuer mit ihren Möglichkeiten.
Hierfür hat sie erstmals 2009 den „Herzsport-Preis“ ausgelobt, der jährlich die besten Motivations-Ideen der Übungsleiter anerkennt und die Herzsportgruppen mit Trainings-, Spiel- oder Messgeräten unterstützt.
Des Weiteren unterstützt sie die Herzsportgruppen und Betreuer mit Informationen, Roundtables, Vorträgen, Reanimationskursen etc. in vielfältiger Weise.

Den Übungsleitern, Trainern und Betreuern gehört größte Anerkennung ihrer Leistungen. Die meisten Übungsleiter/innen sind schon lange engagiert dabei, drücken die Schulbank für Fortbildung und Lizenzverlängerungen, kennen die Probleme und Anliegen der Gruppenteilnehmer, freuen sich über die Erfolge ihrer Sportler und arbeiten oft ehrenamtlich oder nur für geringe Entschädigung.
Zur Motivation ihrer Herzsportgruppe lassen sich die Übungsleiter/innen vieles einfallen, z.B. freiwillige/ zusätzliche Angebote wie Vorträge, gesellige Abende, Wettbewerbsveranstaltungen, Vorführungen, Ausflüge etc. Und es funktioniert. Viele gut motivierte, in Gruppen zusammengeschweißte Mitglieder, welche die Übungsstunden und Zusammenkünfte geradezu herbeisehnen, sind der Beweis.

Nach einem akuten Herzereignis, nach Klinik und Reha, hat der Patient den „Schuss vor den Bug“ noch lange nicht verarbeitet. Mit der Teilnahmeempfehlung seines Arztes stößt er zu einer Herzsportgruppe, um mit Gleichgesinnten zu üben und die Belastungsgrenzen neu zu definieren. Das Selbstbewusstsein wird gestärkt, das Training macht Körper und Seele wieder leistungsfähiger. Nachweislich beeinflusst Herzsport die kardiovaskulären Risikofaktoren positiv, senkt die Morbidität und Mortalität der Patienten mit koronaren Herzkrankheiten.
Dazu ist es jedoch notwendig, dass der Patient möglichst an allen Übungsstunden, und das oft über viele Jahre bis lebenslänglich, teilnimmt. Für maximale positive Effekte brauchen wir also den motivierten Patienten, der möglichst keine Übungsstunde auslässt.

Die dauerhafte Motivation der Patienten zur Teilnahme an den Übungsstunden ist unentbehrlich. In einer ambulanten Herzsportgruppe werden die Herzpatienten lebenslang am Wohnort betreut. Bei noch zu vielen Herzkranken bewirkt der „innere Schweinehund“ leider, dass, sobald es ihnen besser geht, auch die Übungsstunden für nicht mehr so wichtig genommen werden.
Doch gerade die Prävention durch regelmäßige Teilnahme ist wichtig für sie. Ziel der überwachten und individuell dosierten Bewegungstherapie ist eine dauerhafte Verhaltensmodifikation durch regelmäßige körperliche Aktivität und gesunde Lebensführung.

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