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Impfpflicht gegen Covid-19 für Übungsleiter*innen im Rehabilitationssport

Informationen, Fragen und Antworten

Alle Informationen sind nach bestem Wissen und Gewissen zusammengetragen. Es gelten die gesetzlichen Vorschriften. Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) garantiert nicht für die Richtigkeit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen.

Die COVID-19-Erkrankung gehört zu den ansteckendsten Infektionskrankheiten des Menschen, von der alle Bevölkerungsteile betroffen sind. Um das Infektionsgeschehen weiter wirksam zu bekämpfen, hat die Bundesregierung beschlossen, besonders gefährdete vulnerable Menschen vor einer Infektion zu schützen. Vor diesem Hintergrund wurde am 10. Dezember 2021 das „Gesetz zur Stärkung der Impfprävention gegen Covid-19 und zur Änderung weiterer Vorschriften im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie“ verabschiedet und damit das Infektionsschutzgesetz unter anderem um den §20a erweitert. Dieser enthält Regelungen zu einer einrichtungsbezogenen Impfpflicht gegen COVID-19.

Nachdem zunächst unklar war, ob auch die im Rehabilitationssport tätigen Übungsleiter*innen von den Regelungen des §20a IfSG erfasst werden, hat das Bundesministerium für Gesundheit am 11. Februar 2022 eine Präzisierung vorgenommen. So heißt es in der Handreichung zur Impfprävention in Bezug auf einrichtungsbezogene Tätigkeiten nun wie folgt:

Bei den Rehabilitationseinrichtungen ist es unerheblich, in welchem Rahmen die Leistungen erbracht werden (stationär, ambulant). Die dort tätigen Personen fallen unter die Nachweispflicht. Zu den medizinischen Rehabilitationseinrichtungen zählen auch Einrichtungen der medizinisch-beruflichen Rehabilitation (Phase II) sowie Rehabilitationseinrichtungen für psychisch kranke bzw. behinderte Menschen (RPK). Bei den RPK kann die Nachweispflicht der dort Tätigen nur auf die gesamte Einrichtung bezogen betrachtet werden, das heißt unabhängig davon, dass neben den Leistungen zur medizinischen Rehabilitation auch Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben erbracht werden. Übungsleitungen, die ärztlich verordneten Rehabilitationssport außerhalb von Rehabilitationseinrichtungen durchführen, unterfallen nicht der Nachweispflicht nach §20a Absatz 1 Satz 1 IfSG.

Unabhängig davon befürwortet die Kommission Medizin des DBS aus medizinischer Sicht, dass sich die im Rehabilitationssport tätigen Übungsleiter*innen zum Schutz der Teilnehmer*innen, die in weiten Teilen aufgrund ihrer Behinderung bzw. vorliegenden chronischen Erkrankung den vulnerablen Gruppen zugeordnet werden können, gegen Covid-19 impfen lassen.

 

Fragen und Antworten

Die einrichtungsbezogene Nachweispflicht einer vollständigen Impfung gegen Covid-19 wird ab dem 15. März 2022 gültig. Konkret heißt es dort: Für bestehende und bis zum 15. März 2022 einzugehende Tätigkeitsverhältnisse ist die Vorlagepflicht bis zum 15. März 2022 zu erfüllen. Neue Tätigkeitsverhältnisse können ab dem 16. März 2022 nur bei Vorlage eines entsprechenden Nachweises eingegangen werden. Nachweise, die ab dem 16. März 2022 durch Zeitablauf ihre Gültigkeit verlieren, müssen innerhalb eines Monats nach Ablauf der Gültigkeit bei der Einrichtungs- oder Unternehmensleitung (hier: Verein) durch Vorlage eines gültigen Nachweises ersetzt werden (vgl. Gesetzentwurf, S.4).

Die Regelung des § 20a IfSG tritt am 1. Januar 2023 außer Kraft.

Es müssen alle Übungsleiter*innen, die ärztlich verordneten Rehabilitationssport in Räumlichkeiten medizinischer Rehabilitationseinrichtungen oder voll- und teilstationärer Pflegeeinrichtungen gemäß §72 SGB XI durchführen einen Impfnachweis erbringen. Darüber hinaus besteht die Pflicht zum Erbringen eines Impfnachweises für Übungsleiter*innen in weiteren Durchführungsorten (Einrichtungen und Unternehmen aus dem Bereich der Gesundheitsversorgung), wie z.B. Krankenhäuser, Physiotherapiepraxen etc. Eine detaillierte Aufstellung kann der Handreichung zur Impfprävention in Bezug auf einrichtungsbezogene Tätigkeiten, S.8, Nr.9 entnommen werden. Übungsleiter*innen, die ärztlich verordneten Rehabilitationssport außerhalb der benannten Einrichtungen durchführen, unterfallen nicht der Nachweispflicht nach §20a Absatz 1 IfSG.

Die Art der Beschäftigung (Arbeitsvertrag, ehrenamtliche Tätigkeit, Praktikum, Freiwilligendienst etc. ) ist dabei ohne Bedeutung.

Übungsleiter*innen, die ärztlich verordneten Rehabilitationssport außerhalb von Rehabilitationseinrichtungen durchführen, unterfallen nicht der Nachweispflicht nach §20a Absatz 1 IfSG.

Der Verein bzw. der Vorstand des Vereins/örtlichen Trägers hat die Verantwortung den Nachweis der Mitarbeiter*innen, die in Rehabilitationseinrichtungen tätig sind, egal in welchem Anstellungsverhältnis sie sich befinden, zu prüfen. Dabei darf lediglich dokumentiert werden, dass der Nachweis vorgezeigt wurde. Eine Kopie des Impfausweises o.ä. darf nicht erstellt werden (vgl. Nr. 25 und 26 FAQs Handreichung zur Impfprävention in Bezug auf einrichtungsbezogene Tätigkeiten, S.19).

Wenn der Nachweis nicht innerhalb der Frist bis zum Ablauf des 15. März 2022 vorgelegt wird oder wenn Zweifel an der Echtheit oder inhaltlichen Richtigkeit des vorgelegten Nachweises bestehen, ist unverzüglich das zuständige Gesundheitsamt darüber zu benachrichtigen. Dem Gesundheitsamt sind die erforderlichen personenbezogenen Daten (Umfang ergibt sich aus § 2 Nummer 16 IfSG) weiterzuleiten. Das Gesundheitsamt wird den Fall untersuchen und die Person zur Vorlage des entsprechenden Nachweises auffordern. Wenn kein entsprechender Nachweis vorgelegt wird, kann das Gesundheitsamt der betroffenen Person gegenüber ein Betretungs- bzw. Tätigkeitsverbot im Hinblick auf die im § 20a Absatz 1 Satz 1 IfSG genannten Einrichtungen und Unternehmen aussprechen (vgl. Handreichung zur Impfprävention in Bezug auf einrichtungsbezogene Tätigkeiten, S.16, Nr.21).

Bei einer stichprobenartigen Prüfung durch Mitarbeiter*innen des örtlichen Ordnungsamtes kann der Impfnachweis der Mitarbeiter*innen ebenfalls geprüft werden. Die Verantwortung für anfallende Konsequenzen bei Verstoß gegen die einrichtungsbezogene Impfpflicht liegt beim Verein/örtlichen Träger des Rehabilitationssports und der nachweispflichtigen Person.

Dies gilt ebenso für Personen, die bis Ablauf des 15. März 2022 nicht über einen vollständigen Impfschutz verfügen. Hier ist ebenfalls das Gesundheitsamt zu benachrichtigen. Das Gesundheitsamt wird den Sachverhalt prüfen und über das weitere Vorgehen entscheiden. Solange eine Person nicht über en vollständigen Impfschutz verfügt, darf diese nicht in den betroffenen Einrichtungen als Übungsleiter*in für den ärztlich verordneten Rehabilitationssport eingesetzt werden (vgl. Nr. 27 FAQs Handreichung zur Impfprävention in Bezug auf einrichtungsbezogene Tätigkeiten, S.19).

Die nicht ordnungsgemäße Umsetzung der Nachweispflicht einer Impfung gegen Covid-19 gemäß §20a IfSG, welche durch die Mitarbeiter*innen der örtlichen Ordnungsbehörden geprüft werden kann, kann mit hohen Bußgeldern geahndet werden (§ 73 Abs. 1a Nr. 7e-7h in Verbindung mit Abs. 2 IfSG). Dort heißt es:

(1a) Ordnungswidrig handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig […]

7e. entgegen § 20a Absatz 2 Satz 2, Absatz 3 Satz 2 oder Absatz 4 Satz 2 eine Benachrichtigung nicht, nicht richtig, nicht vollständig oder nicht rechtzeitig vornimmt,

7f. einer vollziehbaren Anordnung nach § 20a Absatz 2 Satz 3 Nummer 3, auch in Verbindung mit Absatz 3 Satz 3 oder Absatz 4 Satz 3, oder nach § 20a Absatz 5 Satz 3 zuwiderhandelt,

7g. entgegen § 20a Absatz 3 Satz 4 oder Satz 5 eine Person beschäftigt oder in einer Einrichtung oder einem Unternehmen tätig wird,

7h. entgegen § 20a Absatz 5 Satz 1 einen Nachweis nicht, nicht richtig, nicht vollständig oder nicht rechtzeitig vorlegt, […]

(2) Die Ordnungswidrigkeit kann in den Fällen des Absatzes 1a Nummer 7a bis 7h, 8, 9b, 11a, 17a und 21 mit einer Geldbuße bis zu 2.500 Euro, in den übrigen Fällen mit einer Geldbuße bis zu 25.000 Euro geahndet werden.

Als geimpft oder genesen gilt, wer eine vollständige Impfung bzw. die Genesung belegen kann. Dies geschieht durch:

  • den Nachweis einer vor mindestens 14 Tagen abgeschlossenen vollständigen Impfung gegen COVID-19 mit einem in der Europäischen Union zugelassenen Impfstoff – durch den Eintrag im Impfpass oder den digitalen Impfnachweis, oder
  • den Nachweis eines positiven Testergebnisses (Nukleinsäurenachweis mittels PCR, PoC-PCR etc.), das mindestens 28 Tage sowie maximal drei Monate zurückliegt, oder
  • den Nachweis eines positiven Testergebnisses (s. oben) in Verbindung mit dem Nachweis einer verabreichten Impfstoffdosis gegen COVID-19 mit einem in der Europäischen Union zugelassenen Impfstoff.

Viele weitere Informationen zu der Frage „Geimpft, genesen, getestet – Was gilt?“ finden Sie hier sowie im Dokument FAQs vgl. FAQs Handreichung zur Impfprävention in Bezug auf einrichtungsbezogene Tätigkeiten Nr. 14, S. 10.

Der vollständige Impfnachweis ist bei vorliegender vollständiger Immunisierung durch zwei Impfungen für neun Monate gültig. Dies gilt vorerst nicht für Personen, die bereits eine dritte Impfung erhalten haben. Bei der Immunisierung durch einen Genesenenstatus verfällt diese nach 90 Tagen.

Soweit ein nach den gesetzlichen Bestimmungen erbrachter Nachweis ab dem 16. März 2022 seine Gültigkeit aufgrund Zeitablaufs verliert (z. B. bei zeitlich befristetem Genesenennachweis), haben Personen, die in den betroffenen Einrichtungen tätig sind, der Leitung des jeweiligen Vereins oder örtlichen Trägers einen neuen Nachweis innerhalb eines Monats nach Ablauf der Gültigkeit des bisherigen Nachweises vorzulegen, der Verein oder örtlicher Träger hat die Kontrolle dieser Nachweise sicherzustellen (vgl. Nr. 22 FAQs Handreichung zur Impfprävention in Bezug auf einrichtungsbezogene Tätigkeiten, S. 17).

Ausgenommen von der Regelung sind Personen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können. In diesem Fall ist die Vorlage eines entsprechenden ärztlichen Zeugnisses erforderlich (vgl. Nr. 14 FAQs Handreichung zur Impfprävention in Bezug auf einrichtungsbezogene Tätigkeiten, S. 11)

  • Muss bei der Anerkennung neuer Angebote der Impfnachweis des*der Übungsleiter*in nachgewiesen werden?

Bei der Anerkennung oder Verlängerung von Rehabilitationssportangeboten muss dem zuständigen Landesverband keinen Nachweis über den Impfstatus der eingesetzten Übungsleitung vorgelegt werden. Die Verantwortung liegt hier beim Rehabilitationssportanbieter.

 

Weitere Informationen  

Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen (Infektionsschutzgesetz)

Gesetzentwurf der Fraktionen SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und FDP. Entwurf eines Gesetzes zur Stärkung der Impfprävention gegen COVID-19 und zur Änderung weiterer Vorschriften im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie. Veröffentlicht am 06.12.2021

Gesetz zur Stärkung der Impfprävention gegen COVID-19 und zur Änderung weiterer Vorschriften im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie. Veröffentlicht am 10.12.2021

Bundesministerium für Gesundheit. Impfprävention im Bereich einrichtungsbezogener Tätigkeiten. Fragen und Antworten zur Impfprävention in Bezug auf einrichtungsbezogene Tätigkeiten. veröffentlicht am 11.02.2022

Verordnung zur Regelung von Erleichterungen und Ausnahmen von Schutzmaßnahmen zur Verhinderung der Verbreitung von COVID-19 (COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung - SchAusnahmV). Zuletzt geändert am 10.12.2021

Bundesministerium für Gesundheit. Website Zusammen gegen Corona

Bundesministerium für Gesundheit. Handreichung zur Impfprävention in Bezug auf einrichtungsbezogenen Tätigkeiten. Veröffentlicht am 11.02.2022

 

Corona-bedingter Zuschlag zum ärztlich verordneten Rehabilitationssport

Aussage vdek (Stand: 17.03.2022)

Der vdek hat mitgeteilt, dass die Hygienezahlungen der gesetzlichen Krankenversicherungen in Höhe von 10% bis zum 23.09.2022 fortgeführt werden. Der Verband der Ersatzkassen wird in die Ergänzungsvereinbarung einen Passus aufnehmen, wonach sie sich eine vorzeitige Kündigung der Ergänzungsvereinbarung vorbehalten, sollte sich eine substanzielle Veränderung der pandemischen Situation ergeben oder die pandemiebedingte Vergütungsanpassung für ambulante und stationäre Vorsorge- und Rehabilitationsleistungen auf Grundlage des „Gesetzes zur Verlängerung des Sozialdienstleister-Einsatzgesetzes und weitere Regelungen" durch das BMG nicht bis zum 23.09.2022 verlängert werden.

 

Aussage AOK (Stand: 14.04.2022)

"Die AOK Baden-Württemberg bezahlt seit 01.08.2020 einen Zuschlag zu den Vergütungssätzen für Reha-Sport und Funktionstraining, um den durch Corona erhöhten Hygieneaufwand teilweise auszugleichen.

Gerne bezahlen wir durchgehend bis zum 30.06.2022 je durchgeführter Übungseinheit und Teilnehmer/in einen Zuschlag in Höhe von 0,25 Euro. Der Zuschlag wird ohne zusätzliche Antragsstellung übernommen."

 

Aussage DRV Baden-Württemberg (Stand: 01.04.2022)

Die Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg bezahlt Ihnen in der Zeit vom 01.08.2020 bis 30.06.2022 einen Corona-bedingten Zuschlag in Höhe von 0,25 Euro pro Person und Termin.

Es wird nochmals ausdrücklich darauf hingewiesen, dass ein Zuschlag nicht in Betracht kommt, wenn eine Leistungserbringung in telematischer Form erfolgt.

 

Aussage DRV Bund (Stand: 22.03.2022)

Die Deutsche Rentenversicherung Bund bezahlt Ihnen in der Zeit vom 01.08.2020 bis 30.06.2022 einen Corona-bedingten Zuschlag in Höhe von 0,25 Euro pro Person und Termin.

Vorsorglich machen wir sie darauf aufmerksam, dass die Regelung für den Hygienezuschlag nicht für Tele-/Onlinedurchführungen des Rehabilitationssports gilt.

 

Aussage KNAPPSCHAFT, Regionaldirektion München und die IKK classic (Stand: 01.04.2022)

Für den Zeitraum vom 01.10.2021 bis zum 30.06.2022 wird für die Leistungseinheiten folgende Regelung vereinbart:

  1. Der Corona-Zuschlag wird zeitlich befristet für Leistungseinheiten, die im Zeitraum vom 20. März 2022 bis zum 30. Juni 2022 als Präsenztermine erbracht werden, je Leistungseinheit und Teilnehmer gezahlt. Bei der Abrechnung der Leistung ist der Zuschlag gesondert auszuweisen. Eine Nachberechnung des „Corona-Zuschlag“ für bereits gezahlte Präsenztermine, ist nicht möglich.

  2. Der Zuschlag beträgt 0,25 EUR/je Leistungseinheit und teilnehmender Person.

  3. Der Zuschlag wird nicht für telematische Leistungen gewährt.

  4. Für den Corona-Zuschlag soll gemäß Datenaustausch nach § 302 SGB V folgende Abrechnungspositionsnummer (GPOS) verwendet werden: GPOS: 603700 / Betrag: 0,25 EUR / Klartext: Corona Hygienezuschlag Rehabilitationssport

 

Aussage DGUV/SVLFG (Stand: 29.09.2021)

Die DGUV/SVLFG hat uns darüber informiert, dass die Fortführung der Hygienezahlungen in Höhe von 10% bis zum 31. Dezember 2021 beschlossen wurde.

 

Hier finden Sie die Vergütungssätze.

Regelung im Umgang mit Verordnungen zum Rehabilitationssport

Aussage Kassen (Stand: 20.09.2021)

Die gesetzlichen Krankenversicherungen ermöglichen eine unbürokratische Verlängerung des Bewilligungszeitraums von Verordnungen. Hierzu bedarf es keiner besonderen Antragstellung durch die Versicherten bzw. die Leistungserbringer. Zudem spielt es keine Rolle, ob die Versicherten aus Angst vor Ansteckung nicht mehr teilnehmen, die Leistungserbringer die Übungsveranstaltungen abgesagt haben, die Übungsstätten geschlossen wurden oder die Durchführung behördlicherseits untersagt wurde.

Die gesetzlichen Krankenversicherungen haben sich auf eine einheitliche bundesweite Regelung zum (max.) Verlängerungszeitraum verständigt.

Vor dem 16.03.2020 bewilligte Verordnungen (Muster 56):
Bei Verordnungen (Muster 56), die vor dem 16.03.2020 bewilligt wurden und am 16.03.2020 noch gültig waren, wird die Anspruchsdauer automatisch um sechs Monate verlängert.

Im Zeitraum vom 16.03.2020 bis 30.09.2021 bewilligte Verordnungen (Muster 56):
Bei Verordnungen (Muster 56), die in diesem Zeitraum bewilligt wurden bzw. noch bewilligt werden, wird die Anspruchsdauer automatisch um sechs Monate verlängert.

Nach dem 30.09.2021 bewilligte Verordnungen (Muster 56):
Es gilt die von der Krankenkasse bewilligte Anspruchsdauer.

Teilnahmebestätigung/Abrechnung
Es wird empfohlen, in Bezug auf den coronabedingten Unterbrechungszeitraum bzw. Verlängerungszeitraum der Genehmigung auf der Teilnahmebestätigung oder Abrechnung einen Hinweis wie „Corona“ anzugeben. Diese Information ergeht zugleich im Namen

    • des AOK-Bundesverbandes GbR
    • des BKK Dachverbandes e.V.
    • des IKK e.V.
    • der KNAPPSCHAFT
    • der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau
    • des Verbandes der Ersatzkassen e.V. (vdek).

 

Aussage DRV BW (Stand: 01.04.2022)

Entlassung aus der Leistung zur medizinischen Rehabilitation bis zum 31.12.2020

Versicherte, die corona-bedingt ihre Reha-Nachsorge im Zeitraum 18. März bis 31. Dezember 2020 nicht begonnen bzw. unterbrochen haben, müssen spätestens bis zum 30. Juni 2021 ihre Nachsorgeleistung angetreten bzw. fortgeführt haben. Andernfalls verliert die Kostenzusage der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg ihre Gültigkeit. Dies gilt gleichermaßen für Versicherte, welche corona-bedingt ihren Rehabilitationssport/ Funktionstraining im Zeitraum vom 18.März bis 31. Dezember 2020 nicht begonnen bzw. unterbrochen haben.

Entlassung aus der Leistung zur medizinischen Rehabilitation ab dem 01.01.2021 bis zum 30.06.2022

"Für Versicherte, die ihre Leistung zur medizinischen Rehabilitation in dem Zeitraum 1. Januar 2021 bis 30. Juni 2022 abschließen, gilt eine Verlängerung der geregelten Beginnfrist für Rehabilitationssport und Funktionstraining um bis zu 3 Monate. Die Kostenübernahmedauer von in der Regel 6 Monaten beginnend ab dem 1. Tag der Übungsveranstaltung bleibt unberührt.

Wir weisen jedoch darauf hin, dass sich diese Reglung zur Fristverlängerung nur auf Umstände bezieht, die mit der Corona-Pandemie in Zusammenhang stehen."

 

Aussage DRV Bund (Stand: 20.09.2021)

Angesichts der Corona-Pandemie hat die DRV Bund für ihre Versicherten die geregelten Beginn-, Unterbrechungs- und Abschlussfristen im Zusammenhang mit der Durchführung von Rehabilitationssport verlängert. Die Kostenübernahmedauer von in der Regel sechs Monaten (beginnend ab dem 1. Tag der Übungsveranstaltung) bleibt unberührt. Eine weitere Fristverlängerung ist im Hinblick auf den vorgegebenen Zusammenhang mit der vorhergehenden Leistung zur Rehabilitation ausgeschlossen. Danach verliert die Kostenzusage ihre Gültigkeit.

Entlassung aus der Leistung zur med. Rehabilitation vom 01.01.2021 bis 31.12.2021:
Für Versicherte, deren medizinische Rehabilitations-Leistung zwischen dem 1. Januar und 31. Dezember 2021 endet, verlängern sich die bestehenden Fristen für Beginn und Abschluss der Leistung um bis zu drei Monate.

Wiederaufnahme Rehasport im Wasser

Rehasport im Wasser kann seit dem 6. Juni 2020 wieder angeboten werden.

Mit der neuen Corona-Verordnung fallen in Baden-Württemberg ab Sonntag, 3. April 2022, weitreichende Schutzmaßnahmen weg, für die es aufgrund des neuen Infektionsschutzgesetzes des Bundes keine rechtliche Grundlage mehr gibt.

Die Einhaltung eines Mindestabstandes von 1,5 Metern zu anderen Personen, eine ausreichende Hygiene, das Tragen einer medizinischen Maske oder einer Atemschutzmaske (FFP2 oder vergleichbar) in öffentlich zugänglichen geschlossenen Innenräumen und das regelmäßige Belüften von geschlossenen Räumen werden generell empfohlen.

 

Wiederaufnahme Rehasport in der Halle

Rehasport in der Halle kann seit dem 2. Juni 2020 wieder angeboten werden.

Mit der neuen Corona-Verordnung fallen in Baden-Württemberg ab Sonntag, 3. April 2022, weitreichende Schutzmaßnahmen weg, für die es aufgrund des neuen Infektionsschutzgesetzes des Bundes keine rechtliche Grundlage mehr gibt.

Die Einhaltung eines Mindestabstandes von 1,5 Metern zu anderen Personen, eine ausreichende Hygiene, das Tragen einer medizinischen Maske oder einer Atemschutzmaske (FFP2 oder vergleichbar) in öffentlich zugänglichen geschlossenen Innenräumen und das regelmäßige Belüften von geschlossenen Räumen werden generell empfohlen.

 

Infos zum Freiluft-Rehasport

Mit Inkrafttreten der neuen  pdf Rahmenvereinbarung über den Rehabilitationssport und das Funktionstraining (483 KB) ist mit Einverständnis der Teilnehmenden ab dem 1. Januar 2022 grundsätzlich eine Leistungserbringung im Freien möglich (Ziffer 7.3), sodass diese bisherige Corona Sonderregelung „Rehabilitationssport im Freien“ entfällt.

Mit der neuen Corona-Verordnung fallen in Baden-Württemberg ab Sonntag, 3. April 2022, weitreichende Schutzmaßnahmen weg, für die es aufgrund des neuen Infektionsschutzgesetzes des Bundes keine rechtliche Grundlage mehr gibt.

Die Einhaltung eines Mindestabstandes von 1,5 Metern zu anderen Personen, eine ausreichende Hygiene, das Tragen einer medizinischen Maske oder einer Atemschutzmaske (FFP2 oder vergleichbar) in öffentlich zugänglichen geschlossenen Innenräumen und das regelmäßige Belüften von geschlossenen Räumen werden generell empfohlen.

 

Versicherungschutz Sport im Freien

Laut Rücksprache mit der ARAG-Versicherung besteht der Versichungsschutz der Übungsveranstaltung unabhängig vom Ausführungsort - dies beinhaltet auch den Tele-Rehasport und den Sport im Freien

Infos zum Tele-Rehasport

Aktuell: Tele-Rehasport wird bis zum 23. September verlängert. (Stand: 05. Mai 2022)

 

 

pdf Vorgaben der Kassen zu Tele-Rehasport (60 KB)

pdf FAQs Tele-Rehasport (86 KB)

Was müssen Vereine tun, um Tele-Rehasport anbieten zu können?

  • Teilen Sie uns formlos per E-Mail (info@wbrs-online.net) mit, wenn Sie beabsichtigen Tele-Rehasport anzubieten. Wir werden Ihnen die erforderlichen Formulare / Unterlagen dann zeitnah zukommen lassen
  • Senden Sie die ausgefüllten Formulare / Unterlagen an uns zurück

Bitte beachten Sie:

  • Sie können mit dem Tele-Rehasport erst dann beginnen, wenn Ihnen hierfür die Anerkennung durch den WBRS vorliegt
  • Voraussetzung für eine Online-Durchführung ist, dass sowohl Leistungserbringer als auch Teilnehmer*innen diese Durchführungsform nutzen können und wollen. Die Aufklärungspflicht liegt bei den Leistungserbringern. Die telematische Form der Durchführung ist für Herzgruppen sowie sturzgefährdete Teilnehmer*innen nicht möglich.

 


Informationen der ARAG zum aktuellen Versicherungsschutz

Das Coronavirus (SARS CoV-2) hat Auswirkungen auf alle Bereiche des täglichen Lebens, auch auf den organisierten Sport. Ab dem 16.03.2020 wurde durch die Bundesregierung sowie durch die jeweiligen Ministerpräsidenten/innen der Bundes-länder aufgrund der Corona-Epidemie eine für ganz Deutschland einheitliche Beschränkung der sozialen Kontakte beschlossen. Damit verbunden ist auch ein Verbot von Zusammenkünften in Vereinen und sonstigen Sport- und Freizeiteinrichtungen. Sport in der Gruppe ist somit aktuell nicht möglich.

Um den Sportbetrieb dennoch aufrecht zu erhalten, bieten auch Ihre Mitgliedsorganisationen alternativ zu den bisherigen Sportangeboten ihre Kursprogramme online in digitaler Form (zum Beispiel per Videochat oder Livestreaming) an.

In Abstimmung mit der Fa. Himmelseher Sportversicherung bestätigen wir Ihnen gern für die aktiv daran teilnehmenden Nichtmitglieder im Rahmen Ihres oben genannten Vertrags Unfall-Versicherungsschutz, soweit

  • eine namentliche Anmeldung zu den Online-Kursen erfolgt (Teilnehmer sind angemeldet und erfasst),
  • die Online-Kurse zu festen Zeiten unter Anleitung stattfinden.

Nicht versichert sind somit anderweitige, unangemeldete Teilnehmer.

Ebenso besteht Haftpflicht-Versicherungsschutz für Ihren Verband, Ihre Mitgliedsvereine sowie für die Übungsleiter/innen, sollte beispielsweise ein Teilnehmer Schadenersatzansprüche geltend machen, die auf die Durchführung/Übungen zurückgeführt werden. Es gilt der Sportversicherungsvertrag des Württembergischen Landessportbundes e.V. (WLSB).

Zu Gunsten der Übungsleiter/innen besteht für die Vorbereitung, Durchführung und Abwicklung der Online-Kurse umfassend der Versicherungsschutz des Sportversicherungsvertrages.

(Stand: 30 April 2020)


GEMA-Lizenzgebühren

Die GEMA hat ihre Gesamtvertragspartner (somit auch den DOSB) darüber informiert, dass für die Zeit, in der Musiknutzer im Zuge der Corona-Krise aufgrund behördlicher Anordnungen schließen müssen, keine Pflicht zur Zahlung von Lizenzgebühren besteht. Dies soll ausdrücklich auch "Jahresverträge" betreffen, die Vereine mit der GEMA abgeschlossen haben. Ferner hat die GEMA dem DOSB auf Nachfrage bestätigt, dass sie durch den Pauschalvertrag abgedeckte Musiknutzungen auch dann als abgegolten ansieht, wenn diese während der Zeit behördlich angeordneter Schließungen nicht unmittelbar in den Sportstätten, sondern "virtuell" erfolgen (z.B. Anleitung durch die Übungsleiter via Internet-Homepage, o.ä.).

(Stand: 04. Mai 2020)

 

Rehasport während der Corona-Pandemie

Mit der neuen Corona-Verordnung fallen in Baden-Württemberg ab Sonntag, 3. April 2022, weitreichende Schutzmaßnahmen weg, für die es aufgrund des neuen Infektionsschutzgesetzes des Bundes keine rechtliche Grundlage mehr gibt.

Hier finden Sie die aktuelle Corona-Verordnung für Baden-Württemberg.

 

Folgende Möglichkeiten haben Vereine derzeit um Rehabilitationssport anzubieten:

Tele-Rehasport

Freiluft-Rehasport

Rehasport in der Halle

Rehasport im Wasser

 

Regelung im Umgang mit Verordnungen zum Rehabilitationssport

Corona-bedingter Zuschlag zum ärztlich verordneten Rehabilitationssport

 

Einordnung von COVID-19 Rehabilitanden

Auf Grundlage von Vorgaben der kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) hat die Kommission Medizin des DBS ein Papier zur Einordnung von Corona-Diagnosen in den Rehabilitationssport erstellt.

  pdf Einordnung von COVID-19 Betroffenen im Rehabilitationssport (aktuelle Version) (131 KB)

 

 

Post-/Long-Covid: Informationen auf der DBS-Website

Immer deutlicher zeigt sich, dass nach einer überstandenen COVID-19-Infektion langfristige gesundheitliche Folgen auftreten können. Schätzungsweise sind 10-20 Prozent der COVID-19-Erkrankten von Langzeitfolgen betroffen. Häufig stehen dabei Erschöpfung, Luftnot, Schwindel und Konzentrationsschwäche im Vordergrund. Die Aktualität der Thematik, neue Erfahrungen und Erkenntnisse führen auch bei den Sportvereinen und Übungsleiter*innen zu einem hohen Bedarf an Information.

Auch wenn die Studienlage insbesondere in Hinblick auf die Rolle des Sports noch dünn ist, hat der DBS einige Videos, Artikel, Studien, Leitlinien und Podcasts rund um das Thema Post-/Long-Covid und körperliche Aktivität auf der DBS-Website zusammengetragen.

 

 

Umfrage zu "Corona-Krise"

Die Umfrage zur "Corona-Krise: Auswirkungen auf Reha-Sport im WBRS-Verein" ist geschlossen. Wir bedanken uns bei allen Vereinen, die sich an der Umfrage beteiligt haben. Die Ergebnisse finden Sie in der wbrsAktuell Ausgabe 1 | 2021 Seite 6-8.

Gemeinsam viel erreichen!

Der Württembergische Behinderten- und Rehabilitationssportverband e.V. (WBRS) ist gemeinnützig tätig.

Daher freuen wir uns, wenn Sie uns mit einer Spende unterstützen und dadurch die Arbeit des WBRS im Bereich des Behindertensports fördern!

⇢ Wie Sie spenden können, erfahren Sie hier

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