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Deine Geschichte zählt!

Das Autorenkollektiv Frei!Geist ruft zum Schreiben auf: Gesucht werden literarische Texte rund ums Thema des realen, tagtäglichen Ableismus in Deutschland. Einschicken könnt ihr eure Texte bis spätestens 31. Dezember 2021. Die literarische Form ist völlig freigestellt, ebenso der inhaltliche Ansatz - ob Essay, Aphorismen, Kurzgeschichten, Lyrik … ob Erfahrungsbericht oder fiktives Drama, Dystopie oder Utopie, schreckliche Erlebnisse oder wunderbare Zusammenhalterfahrungen …

Hier geht es zur Ausschreibung: https://www.autorenkollektiv-freigeist.de/ausschreibungen/

In den letzten Jahren hat sich in unserer Gesellschaft schon einiges bewegt - marginalisierte und diskriminierte Gruppen können immer lautstärker auf Ungerechtigkeiten hinweisen und erhalten immer mehr Rückhalt aus der Bevölkerung (auch wenn wir von wirklichen Lösungen der Probleme noch weit entfernt sind). Nur eine Gruppe und ihre systematische Benachteiligung finden weiterhin medial so gut wie keine Beachtung: Menschen mit Behinderung.

Ob unzumutbare Beförderungsbedingungen für Menschen im Rollstuhl in Zügen und im öffentlichen Nahverkehr; ob die systematische Bereicherung an der Arbeitsleistung von Menschen in Behindertenwerkstätten, die nur einen Bruchteil des gesetzlichen Mindestlohns bekommen; ob behindertenfeindliche Gesetzesregelungen, die ein eigenständiges, selbstbestimmtes Leben schwer bis unmöglich machen; oder sogar menschenverachtende Denkmodelle, wenn beim schrecklichen Vierfachmord in einer Potsdamer Behinderteneinrichtung davon die Rede ist, die Bewohner hätten "erlöst" werden sollen - überall in unserer Gesellschaft wird Menschen, die aufgrund körperlicher oder geistiger Dispositionen nicht zur "Norm" gezählt werden, das Alltagsleben in jeder erdenklichen Weise schwer gemacht. Oft sind diese Mechanismen der Benachteiligung sogar schon so lange und tief verwurzelt, dass sie für Außenstehende praktisch unsichtbar sind.

Um dieser öffentlichen Unsichtbarkeit entgegenzutreten, ruft das Autorenkollektiv Frei!Geist zum Schreiben auf: Gesucht werden literarische Texte rund ums Thema des realen, tagtäglichen Ableismus in Deutschland. Es dürfen, müssen aber keine autobiographischen Texte sein, es geht uns nur darum, dass die Menschen, die systematischen Ableismus immer und immer wieder am eigenen Leib erfahren müssen, das Podium bekommen, das sie verdienen und das dringend notwendig ist, um der bisher erschreckenderweise ausbleibenden Diskussion eine Grundlage zu geben.

Die literarische Form ist völlig freigestellt, ebenso der inhaltliche Ansatz - ob Essay, Aphorismen, Kurzgeschichten, Lyrik … ob Erfahrungsbericht oder fiktives Drama, Dystopie oder Utopie, schreckliche Erlebnisse oder wunderbare Zusammenhalterfahrungen … eurer Fantasie sollen keine Grenzen gesetzt werden. Nur zu umfangreich darf es nicht werden - maximal 20.000 Zeichen sollte ein einzelner Text umfassen. Und unveröffentlicht muss er sein.
Dies soll kein Wettbewerb im Konkurrenzsinne sein, denn jede Form von literarischer Verarbeitung der Realität hat ihren eigenen Wert; aber aufgrund des naturgegeben begrenzten Umfangs eines Buches wird es eine Auswahl an eingesendeten Texten geben müssen, die dann in einem Sammelband zum Thema veröffentlicht werden.

Einsendungen, Fragen, Hinweise, Anmerkungen könnt ihr senden an: autorenkollektiv@gmx.de

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