Karate: Vier große Meisterschaften in zwei Monaten

Am 5. Oktober 2019 veranstaltete die TDA International ihre ersten World Championships mitten im Düsseldorfer Airport.

20191119 Achim HaubennestelEine außergewöhnliche Location hat der Headquater der TDA International, Sascha Schreiner am 5. November 2019 als Austragungsort für Ihre erste Weltmeisterschaft genutzt. Eine Kulisse und ein Ambiente, welche schwer zu topen ist. In einem Terminal des Düsseldorfer Flughafens kamen rund 500 Kampfsportler aus 20 Nationen zusammen, um in einer Vielzahl von Disziplinen den jeweils Besten zu bestimmen. Die hohe Motivation der Kämpfer und natürlich auch die Begeisterung der Zuschauer sorgten für eine gute Stimmung und eine gelungene Veranstaltung. Auf insgesamt sieben Kampfflächen gab es neben zahlreichen Formen u.a. traditionelle, Waffen und Kreativ mit Musik, auch Pointfight, Fullcontact und Grappling zu sehen. Weitere Höhepunkte des umfangreichen Programms waren Kumite, K1 und Selbstverteidigung. Achim Haubennestel holte sich bei der Weltmeisterschaft des Verbandes TDA International in Düsseldorf zwei Goldmedaillen und weitere Platzierungen im Formenbereich. „Natürlich gibt es viele Kampfsportverbände, und jeder darf seine eigene WM ausrichten, aber trotzdem muss man zuerst einmal die Konkurrenten schlagen. Es ist etwas ganz Besonderes und fühlt sich super an, zum ersten Mal Weltmeister zu sein“, erklärt der gebürtige Vaihinger.

In Rottendorf, den 12. Oktober 2019 fand die 10. European Open Championship der MAA-International statt. Es war ein Jubiläumsturnier bei dem Bekim Nuhija viele Sportler, Meister und Großmeister verschiedener Stilrichtungen begrüßen konnte. Das Black Belt Center organisierte dieses Jahr eine Spendenaktion für krebskranke Kinder und Obdachlose in Würzburg. Es haben über 250 Budokas mit einer viel zahl an Starts aus der Bundesrepublik Deutschland und Europa teilgenommen. Das Turnier war offen für alle Stilarten und Verbände. Es wurden verschiedene Disziplinen angeboten wie: Hardsytle, Softstyle, Team Formen, Team Waffen Form, Waffenform, Handicap Formen, Rumble, Pointfighting und Selbstverteidigung. Achim Haubennestel konnte sich in den Formen Disziplinen Open Form Handicap, Hardstyle und Softstyle +35 jeweils den 1. Platz sichern. Das abschließende Highlight der Meisterschaft war für den Vaihingen der Kampf um den Titel des Grand-Champion in der Disziplin Formen, den Achim durch starke Techniken für sich entscheiden konnte.

Das erste Mal seit der Gründung der Stilrichtung Fudokan im Jahre 1980, durfte Deutschland ein  internationales Turnier und dann gleich auch noch die Fudokan Karate Weltmeisterschaft ausrichten. Organisiert wurde diese WM von der Fudokan Karate Academy Deutschland unter der Leitung von Sensei Karl Hans König und seinem Team. Vom 01.-03. November kamen zu diesem Event aus 44 Nationen 1950 Teilnehmer nach Sindelfingen in den Glaspalast. Das deutsche Team bestand aus ca. 170 Teilnehmern und um die 30 Betreuer, Coaches und Kampfrichter. Achim Haubennestel durfte sich nach mehreren Vorbereitungslehrgängen glücklich schätzen, ein Teil des Fudokan Team Deutschland zu sein. Diese Vertrauen in ihn, konnte der Vaihinger mit einer Goldmedaille im Ikkaido Team und Einzel zurück zahlen. Es kam an diesem Tag überraschend noch eine Bronzemedaille in der Kategorie Kobudo dazu. Kobudo ist der Oberbegriff für die Kampfkunst mit den Bauernwaffen, die auf Okinawa entwickelten wurden, beispielsweise das Sai (eine Art Dreizack), das Nunchaku (kurzer Dreschflegel, in Deutschland strengstens verboten), der Bō (ein 182 cm langer Stab), die Kama (landwirtschaftlich genutzte Sichel), der Tonfa (Schlagstock). Unter folgendem Link kann man sich beim SWR3 einen kleinen Überblick verschaffen:

https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/SWR-Aktuell-BW-Fudokan-Karate-Traditioneller-Kampfsport-aus-Japan,av-o1168266-100.html

Die Anreise zu den Bregenz Open, stellte sich für Achim Haubennestel und seinem Vereinskollegen Josef Herzog an diesem Tag als das aufregendste Ereignis dar. Am Freitag den 15.11. und Samstag 16.11.2018 hätte in Hard (Bezirk Bregenz) der WORLD CUP der Verbände WMAC & WKU statt finden sollen. Kurzfristig musste die Halle vom Headquater der WMAC Harald Folladori gewechselt werden, der aber nicht mehr alle Starter unterrichteten konnten. Zum Glück war dem Vaihinger und seinem Vereinskollegen die Schendlinger Halle von vergangenen Turnieren bekannt und sie konnte sich noch rechtzeitig einschreiben. Es kamen aus der ganzen Welt 644 Starter aus 11 Nationen von 3 Kontinenten zu dem alljährlichen Highlight nach Vorarlberg/Österreich. Josef Herzog konnte in den Kategorie Softstyle & Hardstyle with music den 3. Platz und Weapon with music 2. Platz verzeichnen. Sieben Starts, Sieben Platzierungen, Sieben Medaillen und zwei Pokale können sich sehen lassen. Aber es geht nicht um die Platzierungen, es geht darum, gute Leistung abliefern zu können. Darum verschenkte der Vaihinger seine zwei Pokale die er in den Kategorien Softstyle und Open Forms Handicap für den jeweiligen 1. Platz bekommen hat, an seinen Vereinskollegen Josef und an den österreichischen Inklusionssportler Thomas Lang, die er beide schon viele Jahre kennt und schätzt. Mein oberstes Ziel waren nie Pokale, sondern den Handicap-/Inklusionssport in der Kampfkunstszene zu etablieren. Das ist mir bei vielen Verbänden schon gelungen.

Text: Achim Haubennestel

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