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Deutsche Meisterschaften für Spieler mit intellektueller Einschränkung

Alex Kalpakidis Deutscher Meister - Sandra Frosch sensationell Dritte!

Vom 09.-10.09. fanden in Stade (Nidersachsen) die Deutschen Meisterschaften für Menschen mit intellektueller Behinderung statt. Für Baden-Württemberg starteten Sandra Frosch (SV Hoffeld), Alexandros Kalpakidis (TSV Calw) und Sebastian Rösenberg (BSG Bietigheim-Bissingen).

Am Freitag wurden die Einzelwettbewerb bis zur Endrunde gespielt, am Samstag folgten dann die Team-Wettbewerbe und anschließend wurde die Endrunde im Einzel fortgesetzt.

Frosch zeigte zu Beginn des Wettkampfs keinerlei Nervosität und siegte im ersten von vier Gruppenspielen mit 3:0. In den folgenden Spielen konnte sie zwei weitere Siege feiern und musste eine Niederlage hinnehmen. Mit dem zweiten Platz in der Vorrunde qualifizierte sie sich für die Endrunde. Mit dem Sieg im Viertelfinale gelang ihr erstmals der Sprung ins Halbfinale - ein riesen Erfolg! Gegen die spätere Turniersiegerin war dann allerdings nichts zu holen und somit stand Platz drei zu Buche! Im Teamwettbewerb unterlag Frosch mit ihrer saarländischen Partnerin Kerstin Hahn in der ersten K.O-Runde klar.

Kalpakidis und Rösenberg starteten bei den Herren im Einzel- und Teamwettbewerb. Rösenberg erwischte in der Einzel-Vorrunde eine sogenannte "Horror-Gruppe". Mit dem Bayer Hartig und dem Saarländer Thomas hatte er beide späteren Finalisten bei sich in der Gruppe. Bei einer Bilanz von einem Sieg und zwei Niederlagen spielte er um die Plätze 13 bis 26 und belegte am Ende Platz 15. Im Teamwettbewerb schied Rösenberg mit seinem Partner Hans-Walter Glomm im Viertelfinale nach einem 1:2 aus. Im Vorjahr noch auf Platz vier verbesserte sich Kalpakids um einen Platz und wurde im Einzel dieses Jahr dritter. Die Vorrundengruppe meisterte er ohne Probleme und spielte sich bis ins Halbfinale. Dort wartete ein unangener Gegner, welcher mit einem Antitop-Belag seine Gegner bereits in den Runden zuvor klar deklassierte. Kalpakidis zeigte ein tolles Spiel, dennoch reichte es nicht, um als Sieger vom Tisch zu gehen. Gemeinsam mit seinem Teampartner Tobias Thomas aus dem Saarland setzte er sich im Teamwettbewerb die Krone auf. Besonders im Finale zeigten die beiden ein klasse Doppelspiel und setzten sich dadurch mit 2:1 durch. Durch diesen Sieg nennen sich die beiden nun: Deutscher Meister im Team. Herzlichen Glückwunsch!

Harald Laue, Fachwart Tischtennis im WBRS, der als Coach mit vor Ort war resümierte: "Sebastian hatte Lospech. Mit einer anderen Auslosung hätte er sicherlich den Sprung unter die Top acht, wie im vergangenen Jahr schaffen können. Dennoch zeigte er eine gute kämpferische Leistung. Für Sandra freut es mich besonders. Mit Platz drei gratuliere ich ihr zu ihrer besten Platzierung bei einer Deutschen Meisterschaft. Bei Alexandros hat mir besonders das Doppel im Finale des Teamwettbewerb gefallen, er und Tobias Thomas haben super harmoniert. Defizite waren zu erkennen, als er im Einzel-Halbfinale dem Antitop-Spieler unterlegen war. Mit allen drei bin ich zufrieden, doch weiterhin gilt: fleissiges Training wird belohnt werden."

Text: Marco Bebion

Foto: privat

 

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