Informationen zum Para- Tischtennis

Fachwart  Harald Laue mail

Brüchle und Wolf gewinnen vier Medaillen bei EM

Bei den Tischtennis-Europameisterschaften für Menschen mit Behinderung vom 12.-17.10.2015 in Vejle (Dänemark) waren mit Thomas Brüchle (SV Salamander Kornwestheim), Juliane Wolf (BSG Offenburg), Tim Laue (SV Hoffeld) und Marcus Sieger (VfL Sindelfingen) vier Starter aus Baden-Württemberg dabei.

Brüchle bleibt ohne Niederlage

In der Wettkampfklasse (WK) 3 blieb Rollstuhltischtennis-Spieler Thomas Brüchle über das gesamte Turnier ohne eine einzige Niederlage. Dabei begann der Weltranglistendritte das Turnier alles andere als souverän. So musste er bereits im Einzel in der Gruppe gegen Dacian (Rumänien) über die volle Distanz von fünf Sätzen gehen. Nicht anders sah es dann im Viertelfinale gegen den Russen Toporkov aus. Auch hier kämpfte sich Brüchle in fünf Sätzen durch und konnte spielerisch nicht wirklich überzeugen. Wie ausgewechselt präsentierte sich der Neu-Kornwestheimer dann ab dem Halbfinale. Mit Jan Gürtler traf er auf seinen Nationalmannschaftskollegen und ließ diesem in drei Sätzen keine Chance. Für eine echte Überraschung sorgte Brüchle dann im Finale gegen seinen Teamkollegen und Turnierfavoriten Schmidberger (Borussia Düsseldorf), gegen den er in den letzten Jahren nie gewinnen konnte. Gleich von Beginn an setze Brüchle dem Spiel seinen Stempel auf und platzierte die Bälle perfekt. Am Ende stand dann ein 3:0 Sieg und zum ersten Mal der Europameister-Titel für Brüchle im Einzel zu Buche. Diese Siegesserie setze er dann in der Mannschaft zusammen mit Schmidberger in der WK 3 fort. Bis zum Finale verloren beide kein einziges Spiel und blieben auch im Finale gegen das österreichische Duo Dollmann/Kramminger beim 2:0 Sieg ohne Satzverlust.


Wolf gewinnt mit viel Dramatik Silber

Bei den Damen lieferte sich die Offenburgerin in der WK 8 gleich mehrere packende Spiele mit ihren Kontrahentinnen. So konnte sie in der Gruppe gegen die topgesetzte Dahlen (Norwegen) hauchdünn in fünf Sätzen gewinnen. Kurz vor dem Aus stand die Angriffsspielerin dann im Halbfinale gegen Bengtsson-Rosenmeier (Schweden) beim Stand von 0:2 Sätzen und 8:10. Hier zeigte Wolf einen enormen Kampfeswillen und konnte das schon verloren geglaubte Spiel noch 3:2 für sich entscheiden. Ähnlich dramatisch verlief dann das Finale, als Wolf wieder gegen ihre Gruppengegnerin Dahlen um den Titel spielte. Die Baden-Württembergerin konnte sich mit 6:1 Punkten im Entscheidungssatz absetzen. Durch ihr risikoreiches Spiel fand die Norwegerin jedoch noch zurück ins Match und belohnte sich am Ende mit dem Europameister-Titel. Auch im Teamwettbewerb (WK 6-8) zusammen mit Stephanie Grebe (Borussia Düsseldorf) gab es ein echtes Fotofinish um die Medaillen. In eine Fünfer-Gruppe erspielte das deutsche Team eine 2:2 Bilanz. Aufgrund des besseren Spiel- und Satzverhältnisses reichte es für Wolf/Grebe am Ende für Silber.


Nicht optimal lief die EM für Marcus Sieger in der WK 1 und Tim Laue in der WK 6. Aufgrund einer hartnäckigen Verletzung konnte Sieger sowohl im Einzel als auch Doppel nicht an den Start gehen. Nachwuchs-Spieler Laue konnte aufgrund einer Erkrankung die Vorbereitung mit der National-mannschaft nicht absolvieren und fand während des Turniers nie ganz zu seinem Spiel. Im Einzelwettbewerb konnte er sich gegen den Griechen Muchtis sicher mit 3:1 durchsetzen, musste aber Simion (Rumänien) und Esaulov (Russland) jeweils mit 0:3 Sätzen gratulieren und schied somit in der Vorrunde aus. Im Mannschaftswettbewerb war für Laue zusammen mit Rau und Kusiak ebenfalls in der Vorrunde Endstation. Nach einer Niederlage gegen Dänemark und einem Sieg über Griechenland verlor man das entscheidende Spiel gegen Schweden mit 0:2 um den Einzug ins Halbfinale.

Unsere Förderer & Partner

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok