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Rollstuhlfechten

Fachwartin:
Ira Ziegler

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Bild: Para Ski Nordisch

Ersehnter Weltcupsieg für Maurice Schmidt

"Ich kann es noch immer nicht begreifen", war seine erste Reaktion. Bei der 21. Auflage des Rollstuhlfecht-Weltcups „Szabla Kilinskiego“ in Warschau trug sich SVB-Degen-Ass Maurice Schmidt zum ersten Mal in die Siegerliste eines Internationalen Weltcups ein.

Direkt aus dem Trainingslager angereist, ging es für Tim Widmaier und Maurice Schmidt direkt auf die Planche. Im Degen hatte Routinier Widmaier ein paar harte Brocken vor der Brust. "Ich konnte meine Taktik nicht so umsetzen, wie ich mir das vorgestellt habe", bilanzierte Widmaier auf Rang 31. In der Säbelkonkurrenz war für den SVBler dann erst im K.O. Schluss, er kam auf Rang 18.

Sein Teamkollege Maurice Schmidt hatte sich ebenfalls viel vorgenommen. Im Degen gelang dem Böblinger eine perfekte Vorrunde, er wurde dafür mit einem Freilos im nächsten Durchgang belohnt. In den folgenden Gefechten behielt Schmidt die Kontrolle. Mit klaren Erfolgen (15:7 gegen Adrien Turkawka (FRA), 15:9 gegen Maksym Mahula (UKR)) zog Schmidt in die Runde der besten Acht ein.

"Dass Artem und ich ausgerechnet hier aufeinander treffen", schüttelte Schmidt den Kopf. Der Ukrainer Artem Manko, der seit einigen Wochen in Böblingen trainiert, hielt zu Beginn des Gefechts stand, musste seinen Trainingskollegen Schmidt dann aber ziehen lassen: 15:6 für Schmidt. Im Halbfinale duellierten sich Schmidt und sein britischer Dauerrivale Pierce Gilliver. Erst am Ende setzte Gilliver zum Schlussspurt an und gewann. "Bronze, meine erste Degenmedaille seit 2 1/2 Jahren, ein starkes Halbfinalmatch, da war ich doch alles in allem zufrieden", erzählt Maurice Schmidt.

Im Säbel wollte der Sportmanagement-Student mindestens genauso gut abliefern. Schmidt startete konzentriert in seine Matches und erreichte souverän das Achtelfinale. Ein klarer Sieg im Viertelfinale folgte, und auch das Halbfinale gegen den Ukrainer Andrii Demchuk ging mit 15:13 an den SVBler. Im Kampf um Gold waren es erneut Schmidt und Artem Manko, die die Zuschauer begeisterten. Schmidt ergriff die Chance und setzte mit einem emotionalen Schrei den Schlusspunkt zum 15:11-Erfolg. „Ich kann es immer noch nicht begreifen, aber es ist einfach ein unglaubliches Gefühl, mit Gold um den Hals die deutsche Nationalhymne singen zu dürfen!“ freute sich Schmidt nach der Siegerehrung über seinen ersten Weltcuperfolg.

Am nächsten Wettkampftag standen noch die Mannschaftskämpfe auf dem Programm. "In Warschau wurde dieses Mal die Herrenflorettkonkurrenz ausgetragen", berichtet Tim Widmaier von den regelmäßig wechselnden Waffengattungen. An Nummer Sieben gesetzt ging es für Team Deutschland mit Julius Haupt, Tim Widmaier, Felix Schrader und Clemens Cursiefen im Achtelfinale gegen die erfahrene irakische Mannschaft. Deutschland überraschte seine Gegner und schickte Schlussmann Haupt mit 37:40 ins Rennen. "Julius hat den Rückstand aufgeholt, und sogar zum 44:44 ausgeglichen", so Tim Widmaier. Doch dann zeigte sich die ganze Erfahrung der Gegner. Im Endklassement erfocht sich das deutsche Quartett in den Platzierungskämpfen Rang Neun. 


Tim Widmaier und Schmidt erhielten einen weiteren Einsatz - sie wurden gemeinsam mit Silvy Tauber und Gina Schneevoigt für das neue Mixed-Säbel Turnier nominiert. "Wir mussten im Viertelfinale gegen die Ukraine ran", erzählt Tim Widmaier. "Zum Glück waren die Mädels topfit, die haben nämlich unseren Rückstand aufgeholt", lacht Maurice Schmidt. Dennoch reichte es knapp nicht, die deutsche Mannschaft unterlag und wurde im Kampf um Platz 5 Großbritannien zugelost. Nach einer knappen Niederlage landete auf Rang Sechs.


Chefcoach Gavrila Spiridon freute sich mit seinen Musketieren: "Der Sieg von Maurice ist ein weiterer Meilenstein für uns als Team gewesen, wir haben das Team Deutschland mit unseren zwei Athleten ganz stark präsentiert."

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