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Im Fit-In in Elxleben, der Heimsspielstätte des amtierenden Deutschen Meisters Thuringia Bulls, besiegte die Mannschaft aus NRW den Finalgegner Bayern am Ende recht deutlich mit 72:51 (24:12, 40:27, 62:35) und sicherte sich zum fünften Mal in Folge den ersten Platz beim bedeutendsten Nachwuchsturnier im Rollstuhlbasketball.
Team BaWü/RLP mit Mega-Comeback...
Das Spiel um Bronze brachte mit seinem dramatischen Verlauf die Halle dann erstmals zum Beben. Über weite Strecken dominierte Team Hamburg das kleine Finale, ehe sich Team RP/BaWü mit einem großen Kraftakt das Schlussviertel mit 17:6 sicherte und den 37:34-Erfolg und die Bronzemedaille perfekt machte. Team Niedersachen wurde Fünfter, gefolgt von Team Hessen und der SG Sachsen/Thüringen und der SG Baden-Württemberg/Rheinland-Pfalz.
Head Coach Sebastian Holzheu: »Ich bin unfassbar glücklich und unfassbar stolz auf meine Mannschaft. Wie wir das Spiel am Ende noch rumgerissen haben, war wirklich der Wahnsinn. Glückwunsch an Hamburg, denn die waren Dreiviertel der Partie definitiv das stärkere Team. Durch eine kleine Umstellung in unserer Taktik und ein zwei Wechsel haben wir am Ende dann noch gewinnen können. Letzten Endes hat es sich das ganze Team nach einer starken Gruppephase, nach einem starken Turnier und der intensiven Vorbereitung unfassbar verdient. Ich freu mich einfach, dass die Jungs und Mädels die Bronzemedaille bekommen haben und ich schau einfach was die nächsten Jahren bringen werden.«
Ins Allstar-Team wurden Jane Krähe (1.0 – 1.5, NRW), Franca Frey (2.0 – 2.5, RP/BaWü), Fabienne Depping (Hamburg) und Jakob Krömer (4.0/4.5, Niedersachsen) und Dimitrije Vrbanic (freier Spieler) gewählt. Maximilian Lammering (NRW) wurde – wie im letzten Jahr – als MVP (wertvollster Spieler des Turniers) ausgezeichnet.
Großer Dank an die Teams und den Ausrichter
Bei der abschließenden und sehr stimmungsvollen Siegerehrung bedankten sich Michael Engel vom Ausrichter Thuringia Bulls und der der Vorsitzende des Thüringer Behinderten-und Rehabilitations-Sportverbandes, Volker Strietzel, bei den freiwilligen Helfer*innen und den Funktionären – aber auch bei den Spieler*innen für dieses eindrucksvolle Wochenende. »Heute hat es wieder in der Luft gekribbelt«, brachte Strietzel seine Begeisterung für Rollstuhlbasketball zum Ausdruck, die ihn bereits beim Finalspiel um die Deutsche Meisterschaft Wochen an gleicher Stelle wenige Wochen zuvor bereits erfasst hatte.
Lobende Worte gab es auch von Dennis Petschner, Thüringens Landesbeauftragter für Menschen mit Behinderung. »Ich bin heute wieder total geflasht, von dem Feeling, dem Spirit und der Begeisterung, die hier am Finaltag zu spüren war. Wir müssen den inklusiven Sport, die positiven Dinge bei Menschen mit Behinderung in den Focus stellen. Gerade in inklusiven Sportvereinen erlebe ich einen Zusammenhalt, der Seinesgleichen sucht«.
Als Vertreter des Fachbereichs Rollstuhlbasketball gratulierte Nicolai Zeltinger den Sportler*innen zu ihren Erfolgen und bedankte sich für die reibungslose Ablauf der Veranstaltung bei Michael Engel und Volker Strietzel mit einem Geschenk, stellvertretend für die vielen freiwilligen Helferinnen und Helfer. Seinen Dank richtete Zeltinger an die Fachbereichssponsoren, an die Verantwortlichen für den Livestream und das RBB-Mediateam.
Auch Bundestrainer Jan Haller fand lobende Worte und zeigte sich angetan von den Leistungen, die von den Teams aufs Parkett gebracht wurden. Der scheidende U23-Cheftrainer Peter Richarz fand die Veranstaltung nur großartig und stellte fest: „Es ist unglaublich, aber es geht immer weiter“. Gemeint war dabei die sportliche Entwicklung der jungen Talente. Vor allem im athletischen Bereich, in der Aggressivität und die Arbeit am Stuhl sei erneut eine deutliche Steigerung zu verzeichnen gewesen. Das liege aber vor allen daran, dass auch »ganz, ganz unten in den Landesverbänden und den Vereinen an diesen Themen gearbeitet werde. „Daher geht ein großer Dank an meine Trainerkolleg*innen für die tolle Arbeit«. Zuvor hatte Richarz Ferdinand Schnell noch mit einer Urkunde für den jüngsten Scorer aller Zeiten ausgezeichnet.
Das Fit-In und die nahegelegene Sporthalle der Staatlichen Regelschule boten optimale Bedingungen, Ausrichter Thuringia Bulls sorgte mit seinem Team für einen reibungslosen Ablauf.
Foto: Gregor Pleßmann
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