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Para Kegeln

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N. N.

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Bild: Para Ski Nordisch
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Vorfreude auf die Winter Paralympics

All jene, die Abschlussfeier der Olympischen Spiele im ZDF bis zum Ende angeschaut haben, konnten direkt im Anschluss schon den ersten Einspieler zur Einstimmung auf die Paralympics sehen. Aber nicht nur daran sieht man, dass Olympia und die Paralympics untrennbar miteinander verbunden sind.

Denn an dem Ort der Abschlussfeier der olympischen Spiele findet am 6. März die offiziellen Eröffnungsfeier der Paralympics statt. Bis zum 15. März werden insgesamt 40 deutsche Athletinnen und Athleten und 8 Guides um die Medaillen kämpfen.

Aus unserem Verband werden dabei 4 Athletinnen und Athleten mit dabei sein.

Im Para Ski Alpin wird Andrea Rothfuss an ihren insgesamt sechsten Paralympics teilnehmen. Für sie schließt sich auch ein Kreis, da sie vor genau 20 Jahren bei den Paralympics in Turin ihre Premiere gefeiert hatte.

Im Para Ski nordisch (Langlauf und Biathlon) geht mit Anja Wicker ebenfalls eine routinierte Athletin an den Start. Anja nahm 2014 in Sotchi zum ersten Mal an den Paralympics teil. Mailand&Cortina werden somit ihre vierten Paralympics sein, an denen sie teilnimmt.

Linn Kazmaier war vor 4 Jahren bei den Paralympics noch die jüngste Athletin im deutschen Team. Heute gehört die 19-jährige noch immer zu den jüngeren im Team, aber hat in der Zwischenzeit einige Erfahrung und Medaillen bei Weltmeisterschaften und im Weltcup sammeln können.

Für Theo Bold werden es die ersten Paralympics sein, an denen er teilnimmt. Das Besondere wird sein, dass er während der Paralympics seinen 20. Geburtstag feiern wird. Theo wird zusammen mit seinem Bruder und Guide Jakob im Para Ski nordisch antreten.

Die Wettkämpfe werden in diesem Jahr von ARD, ZDF und erstmals auch Eurosport übertragen. Auf Eurosport gibt es täglich Highlights der Wettkämpfe zu sehen, sowohl auf dem TV-Sender als auch im Streaming. In den beiden öffentlich-rechtlichen Programmen werden ebenfalls täglich Übertragungen der Wettkämpfe im TV und in den Mediatheken zu sehen sein.

Auch der DBS ist mit einem großen PR-Team vor Ort und wird mit täglichen Newslettern, Pressemitteilungen und Social Media Formaten über die Paralympics informieren.

Wir haben im Vorfeld mit Andrea, Anja, Linn und Theo gesprochen.

 

Andrea Rothfuss

AndreaRothfuss 2026 web

Bild: Picture Alliance

Disziplinen: Slalom, Riesenslalom (evtl. Super-G und Kombination)

Startklasse: LW 6/8-2 stehend (Dysmelie linke Hand)

Verein: SV Mitteltal

Alter: 36 Jahre

Wettkampftage:

  • 09.03. Super-G (Teilnahme wird erst vor Ort entschieden)
  • 10.03. Kombination (Teilnahme wird erst vor Ort entschieden)
  • 12.03. Riesenslalom (Frauen)
  • 14.03. Slalom (Frauen)

Drei Worte, die dich beschreiben? kommunikativ, Teamplayer, gewissenhaft

Was sind deine persönlichen Ziele und Erwartungen für diese Paralympics?

Da ich aus einer Krankheitspause zurückkomme und bisher keinen Wettkampf mit allen Konkurrentinnen gefahren bin, werden es spannende Wettkämpfe werden. Wenn dann ein Top 8 Ergebnis dabei rauskommt wäre es gut. Aber in erster Linie möchte ich einfach meine Leistung abrufen und gutes Ski fahren zeigen.

Wie gehst du mit dem Druck und der Aufregung vor einem großen Wettkampf um?

Für mich gehört die Nervosität und die Ansprüche, die ich an mich habe, dazu und ich brauche das auch irgendwie um den richtigen Fokus zu finden und mich voll auf den Moment konzentrieren zu können.

Turin 2006 waren deine ersten Paralympics. Jetzt 20 Jahre später finden die Paralympics wieder in Italien statt, wo alles begann. Wie fühlt sich das für dich an?

Es schließt sich für mich irgendwie ein Kreis, in Italien als junge Athletin, quasi als Küken, bei den Paralympics in Turin das erste mal bei einem großen Event am Start gewesen, und nun als erfahrene Athletin, wieder in Italien, in Mailand/ Cortina am Start stehen zu dürfen, ist einfach einmalig und ich bin unglaublich dankbar, dass ich das alles erleben darf.

Was möchtest du anderen Menschen, die mit einer Behinderung leben und sportliche Ambitionen haben, mit auf den Weg geben?

An seine eigenen Träume glauben, fleißig daran arbeiten und sich selber treu bleiben. Denn die Grenzen setzt man sich immer selbst, da sollte man sich nicht von irgendjemand von außen etwas vorschreiben lassen.

 

 Anja Wicker

AnjaWicker 2026 web

Bild: Picture Alliance

Disziplinen: Langlauf und Biathlon

Startklasse: LW10 - sitzend

Verein: MTV Stuttgart

Alter: 34 Jahre

Wettkampftage:

  • 07.03. 7,5 km Biathlon Sprint
  • 08.03. 12,5 km Biathlon Einzel
  • 10.03. Langlauf Sprint klassische Technik
  • 11.03. Langlauf 10km klassische Technik
  • 13.03. Biathlon Sprint Verfolgung
  • 14.03. Langlauf Staffel
  • 15.03. Langlauf 20 km freie Technik

Drei Worte, die dich beschreiben? entspannt, motiviert, ehrgeizig

Was sind deine persönlichen Ziele und Erwartungen für diese Paralympics?

Ich möchte die Spiele genießen, das besondere Flair aufsaugen. Erinnerungen fürs Leben kreieren. Sportlich ist eine Medaille das große Ziel.

Wie gehst du mit dem Druck und der Aufregung vor einem großen Wettkampf um?

Druck gehört im Leistungssport dazu. Um das letzte bisschen herauskitzeln zu können ist er auch notwendig. Aufregung empfinde ich als positiv, genau wie Druck gehört die dazu um mit genug Adrenalin am Start zu stehen.

Mailand & Cortina werden deine insgesamt vierten Paralympics sein. Was hat sich in der Zeit geändert und wie hast auch du dich weiterentwickelt?

Bei den Spielen an sich hat sich gar nicht so viel verändert. Sie waren immer groß und professionell in einem Ausmaß, dass wir aus dem Weltcup nicht kennen. Das Leistungsniveau war schon immer hoch, wobei sich der Sport trotzdem weiterentwickelt hat und man mittlerweile Profi sein muss, um vorne mitzulaufen. Und diese Entwicklung habe ich mitgemacht. Leistungsmäßig ordentlich was drauf gelegt über die Jahre.

Was möchtest du anderen Menschen, die mit einer Behinderung leben und sportliche Ambitionen haben, mit auf den Weg geben?

Probiert alle möglichen Sportarten aus. Wichtig ist es etwas zu finden für das ihr brennt. Spaß an der Sache ist ein Muss. Und es gibt nicht nur einen richtigen Weg, manchmal ist unkonventionell die bessere Art.

 

 Linn Kazmaier

LinnKazmaier 2026 web

Bild: Picture Alliance

Disziplinen: Langlauf und Biathlon

Startklasse: B3 (Sehbehinderung)

Guide: Florian Baumann

Verein: SZ Römerstein

Alter: 19 Jahre

Wettkampftage:

  • 07.03. 7,5 km Biathlon Sprint
  • 08.03. 12,5 km Biathlon Einzel
  • 10.03. Langlauf Sprint klassische Technik
  • 11.03. Langlauf 10km klassische Technik
  • 13.03. Biathlon Sprint Verfolgung
  • 14.03. Offene Staffel Langlauf
  • 15.03. Langlauf 20 km freie Technik

Drei Worte, die dich beschreiben? Freundlich, Offen, Ehrlich

Was sind deine persönlichen Ziele und Erwartungen für diese Paralympics?

Meine Ziele sind es, an den jeweiligen Renntagen so gut es geht zu performen, also das "perfekte" Rennen zu laufen. Ergebnistechnisch würde ich sagen, sind die Top 5 mit meiner aktuellen Leistung ein machbares Ziel. Erwartungen habe ich zwar einerseits sehr hohe an mich, da gilt es für mich eher, diese loszulassen und mich auf die einzelnen Rennen zu fokussieren.

Wie gehst du mit dem Druck und der Aufregung vor einem großen Wettkampf um?

Ich versuche mich immer wieder auf das, was ich kann zu besinnen und nicht die ganze Zeit über mögliche Ausgänge nachzudenken. Außerdem versuche ich den Druck für mich als positive Energie zu nutzen, durch die ich motiviert werde, noch mehr zu geben.

In Peking warst du die Jüngste im deutschen Team. Jetzt wirst du mit 19 Jahren an deinen zweiten Paralympics teilnehmen. Was hat sich seit Peking 2022 für dich geändert und wie gehst du diese Paralympics an?

Für mich hat sich einiges verändert. Ich würde sagen, dass die letzten vier Jahre eine Zeit waren, in der ich viel gelernt habe und als Person auch gereift bin. Auf der einen Seite habe ich mich leistungsmäßig entwickelt, ich habe vor allem viel mehr Kraft als damals. Ich würde auch sagen, dass ich über die vier Jahre mehr Selbstbewusstsein und -vertrauen aufgebaut habe. Ich glaube auch, dass sich der Druck, den ich mir selber mache, etwas verändert hat: vor vier Jahren habe ich das noch alles als Erfahrung sammeln angesehen (natürlich wollte ich auch da schon gute Rennen laufen) wohingegen ich mir jetzt den Druck mache, performen zu müssen.

Was möchtest du anderen Menschen, die mit einer Behinderung leben und sportliche Ambitionen haben, mit auf den Weg geben?

Aus meiner Erfahrung kann eine Behinderung (bei mir eben die Sehbehinderung) manchmal sehr belasten. Ich glaube aber, es geht darum, die Behinderung anzunehmen, denn sonst kämpft man immer gegen sich selbst. Der Sport kann dabei meiner Meinung nach helfen, sich als selbstständig wahrzunehmen und Dinge zu erleben, von denen man dachte, sie seien nicht möglich.

Ich glaube eine Behinderung öffnet uns Möglichkeiten und lässt uns Lektionen lernen, die wir sonst nie gelernt hätten. Deshalb lasst euch nicht unterkriegen und glaubt an euch, denn sportliche Höchstleistung und ein erfülltes Leben sind auch mit Behinderung möglich.

 

 Theo Bold

TheoBold 2026 web

Bild: Picture Alliance

Disziplinen: Langlauf und Biathlon

Startklasse: NS3 (Seheinschränkung)

Guide: Jakob Bold

Verein: WSV Isny

Alter: 19 Jahre

Wettkampftage:

  • 07.03. 7,5 km Biathlon Sprint
  • 08.03. 12,5 km Biathlon Einzel
  • 10.03. Langlauf Sprint klassische Technik
  • 11.03. Langlauf 10km klassische Technik
  • 13.03. Biathlon Sprint Verfolgung
  • 14.03. Langlauf Staffel
  • 15.03. Langlauf 20 km freie Technik

Drei Worte, die dich beschreiben? fokussiert, ehrgeizig, offen für alles

Was sind deine persönlichen Ziele und Erwartungen für diese Paralympics?

Meine Ziele sind das zu zeigen was ich die letzten Jahre aufgebaut habe, die Leistung abrufen die ich leisten kann und alles zu geben. Des Weiteren habe ich mir als Ziel gesetzt im klassik Sprint eine Top 8 Platzierung einzufahren. Meine Erwartungen sind Spaß und Freude am Sport.

Wie gehst du mit dem Druck und der Aufregung vor einem großen Wettkampf um?

Den meisten Druck mach ich mir selber, von außerhalb kommt da sonst echt wenig. Ich versuche einfach ruhig zu bleiben und in den gewohnten Abläufen zu bleiben.

Wie fühlt es sich an bei den ersten Paralympics am Start sein zu können?

Aufregend! Ich will einfach das zeigen, was in mir steckt und die ganzen neuen Eindrücke mitnehmen.

Was möchtest du anderen Menschen, die mit einer Behinderung leben und sportliche Ambitionen haben, mit auf den Weg geben?

Wenn man an sich glaubt und dran bleibt, kann das Unmögliche möglich werden.

 

Titelbild: Daniel Kopatsch / VOIGT / DBS

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