
Bei der WM in Huntsville kämpften rund 350 Athlet*innen aus 49 Nationen um die Medaillen. Neben der starken Konkurrenz entwickelte sich wie befürchtet die Hitze zu einem entscheidenden Faktor, bei drückenden Temperaturen von 37 bis 40 Grad an allen Wettkampftagen waren die Rennen eine Herausforderung.
Sechs Tage vor Wettkampfbeginn flog Johannes Hänle (RSKV Tübingen) mit der deutschen Nationalmannschaft in die USA. Trotz vieler Vorsichtsmaßnahmen hatte sich Johannes eine Erkältung eingefangen, vermutlich durch die Klimaanlage im Hotel. Die Symptome zeigten sich drei Tage vor dem Einzelzeitfahren, er entschied sich, trotzdem zu starten. Die erste Runde lief erstaunlich gut, die Erkältung war wider Erwarten keine große Beeinträchtigung. In der zweiten Runde stellten sich überraschenderweise schmerzhafte Krämpfe in den Unterarmen ein und Johannes konnte seine Leistung dadurch nicht wie gewohnt abrufen. Trotzdem erreichte er einen respektablen 13. Platz.
Am Sonntag beim Straßenrennen hieß es, einen flachen Rundkurs mit 69 km zu bewältigen. Von Beginn an formte sich eine 13-köpfige Spitzengruppe mit allen Favoriten. Das Rennen war von vielen Positionskämpfen geprägt und Johannes versuchte immer wieder, eine kleine Ausreißergruppe zu initiieren um das Feld zu sprengen, was aber vergebens war. Kurz vor dem Zielsprint in der 5. Runde musste er noch eine Lücke nach vorne schließen, was seine Chancen auf einen Podestplatz schmälerte. Die Spitzengruppe „flog“ praktisch gemeinsam über die Ziellinie und Johannes erreicht mit nur 4 Sekunden Rückstand (!) auf den Weltmeister einen sehr guten 9. Platz – herzlichen Glückwunsch zu diesem tollen Rennen!
Foto: Peter Maurer/DBS
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