Informationen zum Para- Schwimmen

Fachwarte  Chrissi Ziegler / Jan Heffner mail

BaWü Schwimmmeisterschaften in Fellbach

160409 BaWue SVC TeamDas Sportbad im Fellbacher F3 war am 09.04.2016 zum zweiten Mal Austragungsort der Landesmeisterschaften im Schwimmen,

die von den beiden Behindertensportverbänden im Bundesland, dem Württembergischen (WBRS) und dem Badischen Behinderten- und Rehabilitationssportverband (BBS) veranstaltet werden.
Rund 110 behinderte und nicht-behinderte Schwimmerinnen und Schwimmer waren gemeldet. Im Gegensatz zum inklusiven Schwimmfest, das im vergangenen Oktober in Leonberg zum ersten Mal stattfand und die Inklusion im Titel trug, gab es dieses Mal auch organisatorische Gründe für das gemischte Teilnehmerfeld.
“Seit diesem Jahr gilt im DBS (Deutschen Behindertenverband) für Schwimmer eine Registrierungspflicht.” erklärte Christina Ziegler, die zusammen mit Jan Heffner den Wettkampf organisierte. “Da sich nur ein Teil der behinderten Schwimmer in der Region registriert hat, haben wir frühzeitig beschlossen auch diese Landesmeisterschaften inklusiv auszuschreiben und damit auch nicht-behinderte Teilnehmer aus Schwimmvereinen anzusprechen.”
Diese Möglichkeit wurde gut angenommen, denn etwa die Hälfte der Sportler hatte keine Behinderung. Für viele war von ihnen war es das erste Mal, dass sie sich mit Schwimmern mit einer körperlichen oder geistigen Behinderung messen konnten.
“Vor allem von Seiten der Schwimmvereine, die vorher kaum Berührung mit dem Behindertensport hatten, bekommen wir sehr positive Rückmeldungen über unsere Veranstaltung “, sagt Jan Heffner, der auch für die Auswertung verantwortlich ist. Ein Punktesystem des Deutschen Behindertensportverbandes ermöglicht eine vergleichende Wertung von Sportlern mit unterschiedlichen aber auch ohne Behinderung. Besonders erfreulich aus Sicht der Veranstalter ist die Teilnahme von gemischten Teams. Vor allem im Jugendbereich sind behinderte Kinder meist alleine in ihrem Verein und der inklusive Wettkampf ermöglicht es, dass Kinder mit ihrer ganzen Mannschaft teilnehmen können. “Wir hoffen natürlich auch darauf, dass andere Schwimmvereine solchen Beispielen folgen und ebenfalls behinderte Sportler wie selbstverständlich in ihr Training aufnehmen”, meint Jan Heffner. Ein weiterer positiver Effekt des größeren Teilnehmerfeldes ist die Steigerung des sportlichen Niveaus. “Immerhin ist das hier eine Landesmeisterschaft.”, sagt Christina Ziegler. “Wir müssen wegen der Leistungsdichte im Behindertensport zwar auf die richtige Balance achten, aber es gibt eigentlich kein Zurück zum nicht inklusiven Modus.“
Von den insgesamt 22 Mannschaften, die aus Baden-Württemberg und Bayern angereist waren, stellte der ausrichtende Verein, der SV Cannstatt, mit 28 Sportlern das größte Team und räumte entsprechend die meisten Medaillen ab.
Beim Blick auf die Einzelergebnisse ragte besonders Christoph Burkard hervor. Der Schwimmer vom TV Rottweil, der im Mai bei der EM in Funchal starten wird und gute Chancen auf eine Teilnahme bei den diesjährigen Paralympics in Rio de Janeiro hat, gewann bei all seinen Starts die Goldmedaille und sicherte sich die punktbeste Leistung. Auch Stefan Löffler von der TSG Reutlingen, ebenfalls bereits Goldmedaillengewinner bei den Paralympics, war gut in Form und erreichte hinter Christoph jeweils den Silberrang. Mit seinen nichtbehinderten Teamkameraden gewann er zudem in der 4x50m Lagen Staffel Gold. Sehr erfreulich waren auch die Ergebnisse der DBS-Nachwuchsschwimmer Marlene Endrolath (SV Göppingen), Svenja Erni und Jan Arnold (beide SV Cannstatt), die mit vielen Bestzeiten die jeweiligen Altersklassen dominierten. Bei den DSV Schwimmen war der SC Delphin Aalen besonders erfolgreich. Besonders hervorzuheben ist Katja Mohr, die mit 588 Punkten über 50m Freistil die punktbeste Leistung bei den Damen erreichte.  
Am 3. Oktober findet der nächste inklusive Wettkampf im Raum Stuttgart statt. Dieser ist Teil des Projektes “Wir Schwimmen gemeinsam”, in dem sich der Schwimmverband Württemberg zusammen mit den Vereinen TV Nellingen und SV Ludwigsburg, sowie dem WBRS engagiert. “Dann bin ich vermutlich aber nicht im Protokollraum, sondern im Trainerteam des SV Cannstatts”, freut sich Jan Heffner, der froh war, dass fast alles reibungslos funktionierte. “Wir bedanken uns besonders bei unseren gut 15 Helfern, dem Schwimmverband Württemberg für die Unterstützung beim Kampfgericht, dem TSV Schmiden für die Hilfe beim Aufbau, sowie dem Team des F3 für die gute Zusammenarbeit.”

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