Informationen zur Para- Leichtathletik

Fachwart  Franz Hager mail

Neue nationale Startklasse T/F 29

Die Abteilung Para Leichtathletik führt für Menschen mit Trisomie 21 (Down-Syndrom) zur Saison 2020 eine neue Sportklasse  ein.

Der Beschluss erfolgt auf Grund der behinderungsspezifischen Merkmale die nicht in der Startklasse T/F 20 oder T/F 28 berücksichtigt werden.  

Für die Startklasse T/F 29 sind die Bahn- und Felddisziplinen identisch mit T/F 28, lediglich die Wurfgewichte wurden angepasst und werden Mitte Dezember 2019 in der „DBS-Wurfgewichte 2020“ publiziert. Zu Trainingszwecken können die Wurfgewichte analog „F38“ (DBS-Wurfgewichte 2019“) genutzt werden.

Die betroffenen Athleten*innen müssen sich beim jeweiligen Landesverband melden und eine Klassifizierung beantragen.  Die Klassifizierung muss spätestens 6 Wochen vor dem nächstmöglichen Klassifizierungstermin beantragt werden. Die Klassifizierungstermine werden zeitnah bekannt gegeben. Eine Klassifizierung wird von DBS-Klassifizierern beim Wettkampf durchgeführt.  Athletin*innen müssen zur Klassifizierung ein ärztliches Attest mit Nachweis einer Trisomie 21 zusätzlich zum Start- und Gesundheitspass mitbringen. Ohne Nachweis der Diagnose Trisomie 21 wird keine Einstufung in der Klasse T/F 29 vorgenommen.

 

Den Antrag zur neuen Startklasse hat Susanne Strohm, die Frau des WBRS Para-LA Trainers Thomas Strohm ausgearbeitet, Sie gehört selbst zur Weltspitze im Speerwurf der LA Seniorinnen und ist bei den Behindertenmeisterschaften als Fotografin und Betreuerin dabei.
Das LA-Team des WBRS hatte diesen Antrag in Singen angekündigt und an den Bundesverband weitergeleitet.

Hier die Begründung des Antrages der eingereicht wurde:

Menschen mit Down-Syndrom (Trisomie 21) sind auf Grund ihrer körperlichen Konstitution mit den großen und schweren Geräten der Aktiven-Sportler überfordert.

  • Sie haben vergleichsweise kurze Oberarm- und Oberschenkelknochen.
  • Sie sind daher auch unterdurchschnittlich groß (tendenziell eher in Richtung Kleinwuchs).
  • Der 800g-Speer ist ca. 2,62 Meter lang, der 600g-Speer nur noch 2,23 Meter, also ca. 40 Zentimeter kürzer. Dadurch verringert sich das Risiko, dass der Speer beim Abwurf mit dem hinteren Ende am Boden aufsetzt, wie schon oft beobachtet.
  • Sie haben meist kurze, breite Hände und kurze Finger.
  • Sie haben meist eine übermäßige Beweglichkeit der Gelenke auf Grund von Bindegewebsschwäche oder Muskelhypotonie.
  • Sie sind daher nur schlecht in der Lage, sehr große und schwere Geräte zu greifen noch damit zu werfen oder stoßen.

Seither werden sie in der Punktewertung den normal großgewachsenen Athleten gleichgestellt und sind daher chancenlos. Sie erhalten auch ihre Punkte aus der Wertung dieser Klasse deren Rekorde für Menschen mit Down-Syndrom (Trisomie 21) in unerreichbarer Ferne liegen.

WBRS Para-LA Landestrainer Thomas Strohm

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