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Fachwart  Ira Ziegler mail

Schmidt beißt sich in der Degenweltspitze fest

Maurice Schmidt sichert sich mit einem tollen Turnier die Bronzemedaille im Degen Kat. A und verpasst im Säbel nur knapp den Einzug unter die TOP10. Das Herrenflorett-Team besiegt Japan 45:43 und wird 10.

20181216 MauriceSchmidtKyoto Spiridon

Mit dem Weltcup in Kyoto (13.-16.12.), der auch für die Organisatoren als Testevent für Tokyo 2020 zu werten ist, kann sich Maurice Schmidt in der Weltspitze festsetzen. Mit einem Blick auf das Podium ist zudem festzustellen, dass ein Generationenwechsel eingeläutet ist: Bis auf Dariusz Pender (POL), der schon seit 2008 im internationalen Rollstuhlfechtgeschehen ist, gehören alle Medaillengewinner der Young-Generation an.

Eine blitzsaubere Vorrunde ohne Niederlage katapultiert den Böblinger Maurice Schmidt am Ende nicht nur auf Platz 2 im Paralympic Ranking sondern vor allem in der Herrendegen-Konkurrenz in Kyoto auf Platz 4 der Setzrangliste, direkt hinter Piers Gilliver (GBR), Dariusz Pender (POL) und Emanuele Lambertini (ITA) und verschafft ihm ein Freilos in der 64er Direktausscheidung. Nach Siegen gegen Ryan Rousell (CAN; 15:4) und „Altmeister“ Robert Citerne (FRA, 15:7) zieht die deutsche Hoffnung für Tokyo 2020 in das Viertelfinale ein. Dort ringt er Norbert Calka (POL) mit 15:13 nieder und qualifiziert sich für das Halbfinale. Paralympics-Sieger Piers Gilliver (GBR) hat sich gut auf den Deutschen vorbereitet und lässt beim 15:6 nichts anbrennen. Schmidt gewinnt – wie Pender (POL) Bronze und holt wichtige Punkte für die Weltrangliste bzw. die Paralympics-Qualifikation. Es siegt Gilliver (GBR), vor Lambertini (ITA).

Bei seinem zweiten Start, dem Herrensäbelwettbewerb der Kategorie A, verpasst Schmidt (SV Böblingen) als 11. nur knapp die TOP10. Durch eine gute Vorrunde landet er im Ranking für die Direktausscheidung auf Platz 9, eine gute Ausgangsposition. Auch Julius Haupt (PSV Weimar) ist nach der Vorrunde zufrieden und startet wie Schmidt mit einem Freilos im 64er. Die 32er Direktausscheidung zwingt die beiden Deutschen direkte Kontrahenten zu sein. In dem innerdeutschen Schlagabtausch setzt sich Schmidt durch und trifft im Kampf um den Einzug unter die TOP 8 auf das ukrainische Nachwuchstalent Artem Manko. In dem kraftvollen Schlagabtausch siegt denkbar knapp mit 15:14 Manko und verweist Schmidt auf Platz 11. Haupt belegt im Endklassement Platz 24.

Tim Widmaier (SV Böblingen) bestätigt die in Tiblisi (GEO) gezeigte Leistung und wird in der B-Kategorie im Degen 28. und im Säbel 24.

Mit der Herrenflorett-Mannschaft gibt es für die deutschen Starter dann die Chance nochmal zu zeigen, was möglich ist. Gleich der erste Gegner jedoch erscheint übermächtig. Die Ukraine kann mit Andrej Demchuk und Anton Datsko gleich zwei Paralympics-Sieger und mit Maksym Mahula einen Doppel-U23 WM-Bronze-Medaillengewinner aufbieten, eine Mischung aus zwei sehr erfahrenen Fechtern und einem Nachwuchstalent. Für Deutschland stehen Julius Haupt (U17 Weltmeister im Florett und Vizeweltmeister U23 Säbel), Maurice Schmidt (U23-Weltmeister und aktuell Zweiter des Degen-Paralympic-Rankings) sowie Balwinder Cheema (9. in Rio 2016) zum Gefecht bereit. Gegen die Ukraine ficht das junge deutsche Team stark, verliert aber dennoch 32:45. Nach einem Freilos im B-Tableau behauptet sich Deutschland mit 45:43 gegen Japan und ficht um Platz 9. Auch Brasilien möchten gerne mit neunten Platz nach Hause fahren. Beide Teams kämpfen verbissen, am Ende verliert Deutschland knapp 43:45 und wird 10.

Im Anschluss an den WC in Kyoto wird das Deutsche Team seine Partnerstadt für die Vorbereitung auf die Paralympics – Tagawa/Fukuoka-Ken – besuchen. Bürgermeister Futaba und seine rechte Hand, Herr Hirakawa, haben es sich nicht nehmen lassen, die Deutsche Nationalmannschaft persönlich in Kyoto zu besuchen und in ihre Heimatstadt zu geleiten.

 

Foto: Siegerehrung Herren Degen, Quelle: Gavrila Spiridon

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