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Fachwart  Philipp Pleier mail

Maurice Schmidt glänzt in Tbilisi mit Bronze

Maurice Schmidt sichert sich mit einem tollen Turnier die Bronzemedaille im Degen Kat. A und verpasst im Säbel nur knapp den Einzug unter die besten Acht.

Tim Widmaier belegt Platz 29 im Degen und Platz 27 im Säbel.

Mehr als 130 Athleten aus 20 Länder kreuzen beim ersten IWAS Wheelchair Fencing World Cup in Tbilisi, Georgia (08.11.-11.11.) die Klingen. Der Weltcup ist zeitgleich der Start der Rollstuhlfechter in die Qualifikation für die Paralympics Tokyo 2020.

20181111 Siegerehrung Maurice BondarDas Highlight aus deutscher Sicht ist der Gewinn der Bronzemedaille im Herrendegenwettbewerb der Kategorie A durch Maurice Schmidt (SV Böblingen). Dabei läuft es zunächst gar nicht optimal. Gleich dreimal unterliegt Schmidt den Gegnern, wenn auch nur knapp, in der Vorrunde und landet damit im Ranking für die Direktausscheidung bloß im Mittelfeld. Sein erster Gegner im KO ist Damien Tokatlian (FRA), einer der erfahrensten Fechter im Teilnehmerfeld, den er mit 15:8 niederringt. Nach Siegen gegen Norbert Calka (POL), den Sechste der Europameisterschaften 2018 in Terni (15:11) und den EM-Dritten Mikhail Karpov  (RUS; 15:14) zieht der Württemberger in das Finale der besten Acht ein. Betti Matteo (ITA), Florett-Spezialist und Florett-Vize-Weltmeister, kann dem deutschen Degenspezialisten nicht viel entgegen setzen, er unterliegt 8:15. Gewonnen und Schmidt zieht damit ins Semifinale ein. Degen-Weltmeister Maxim Shaburov  (RUS) gewann 2018 bereits die U23-WM und die EM im Degen. Der amtierende Europameister will auch in Tbilisi mehr. Schmidt verliert mit 7:15 und gewinnt Bronze.

Im Säbelwettbewerb gelingt Maurice Schmidt eine glänzende Vorrunde. Die Belohnung ist die Qualifikation für die Direktausscheidung und Platz 2 auf der Setzrangliste sowie ein Freilos im 64 KO. Nach einem Arbeitssieg gegen Rafal Ziomek (POL) trifft Schmidt im Kampf um den Einzug unter die letzten 8 auf Romain Noble (FRA). Leider verliert er dieses Gefecht knapp mit 13:15. Platz 9.

 

Im Herrensäbel Kat. B warten u.a. der amtierende Amerika-Meister Pierre Mainville (Kanada) und der amtierende Europameister Adrian Castro auf die Herausforderer aus Deutschland. Tim Widmaier (SV Böblingen) will in Tbilisi eine Standortbestimmung. Im Herrensäbel erwischt Widmaier eine extrem schwere Vorrunde und schafft es trotz eines Sieges nicht über die Vorrunde hinaus zu kommen, er rangiert am Ende auf 27.

 

Traditionell bilden die Teamwettbewerbe den Abschluss eine Weltcups im Rollstuhlfechten. Aus deutscher Sicht stand dieser nicht unter einem guten Stern. Gleich im ersten Gefecht müssen die deutschen Degen-Herren gegen die favorisierten Fechter aus dem Irak ran. Weder kampflos noch unerwartet ziehen die Iraker in das Viertelfinale ein. In den Platzierungswettkämpfen unterliegt das deutsche Team zunächst Großbritannien. Dann jedoch ein knapper Sieg gegen Griechenland. Nach der Aufgabe des japanischen Teams wird die deutsche Mannschaft 13.

 

Foto Siegerehrung (Shaburov(RUS), Gillivier(GBR), Schmidt (GER), Fedyaev(RUS)) - Fotocredit: Alexander Bondar

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