Informationen zum Para- Boccia

Fachwart  Thomas Keller mail

Markgröninger Boccia-Athleten erfolgreich auf Sardinien

Bastian (Baschdi) Keller und Ilker Icöz mit seinem Sportassistenten Roland Tröndle, waren für die Para-Boccia-Nationalmannschaft für das Weltranglistenturnier in Olbia (Sardinien) vom 03.06. bis zum 11.06. berufen worden.

20190611 DSC05801Ilker, in der Klasse BC 3 mit Rampe und Sportassistent, hatte ein durchwachsenes Einzelturnier und musste neidlos anerkennen, dass die meisten teilnehmenden Athleten aus ganz Europa, doch ein Stück weit konstanter und präziser spielten. So wurde schnell klar, dass weiter hart trainiert werden muss und auch beim Material ( Bälle ) erheblich Luft nach oben ist.

Im ersten Pair-Einsatz, zusammen mit dem „Neuling“ Nancy Poser (Trier)  lief es dann schon besser. Zuerst gab es deutliche, erwartete Niederlagen gegen Portugal und Frankreich, Platz 5 und 7 in Europa, doch dann konnten die beiden im Spiel gegen Italien zeigen, dass Potential vorhanden ist. Mit guter Taktik und präzisem Spiel gelang es das italienische Pair mit 4:2 zu besiegen. Das Deutsche Pair schloss mit einem guten 5. Platz ab.

Auch für Baschdi lief das Individual-Turnier recht unbefriedigend. Außer im letzten Vorrundenspiel fand er nie zu seiner Normalform und beendete den Einzelwettbewerb auf Platz 14. Besser machte es sein Pair-Partner Boris Nicolai (Saarbrücken) der diesen Wettbewerb gewann.

Im Pair-Wettbewerb mit Boris und Anita Raguwaran sah es dann völlig anders aus. Zwei Siege gegen Azerbeijan und Frankreich und eine Niederlage gegen Russland bedeuten den Einzug in Halbfinale gegen Spanien.

Spanien wurde mit 4:2 geschlagen und somit traf man im Finale wieder auf Russland. Aufgrund der vom internationalen Boccia-Verband geforderten Frauenquote – ab diesem Jahr muss nicht nur eine Frau beim Pair gemeldet werden, sie muss auch mindestens einen Satz bei World Open und bei den Europameisterschaften spielen – entschloss sich Bundestrainer Edmund Minas, dies auch bei diesem Regional Open zu tun. In Vorbereitung auf die Europameisterschaften Ende August in Sevilla. Außer Portugal und Deutschland traten alle anderen Länder ohne Frau an.

Das Endspiel gegen die Russen lief anfangs wie das Vorrundenspiel. Nach zwei Sätzen lag das deutsche Pair fast hoffnungslos 0 : 4 zurück. Alles schien für die Russen gelaufen zu sein. Doch dann erwachte der Kampfgeist in Baschdi und Boris.

Boccia auf Weltklasseniveau wurde dem deutschen Pair für Satz 3 und 4 von Zuschauern, Schiedsrichtern und Boccia-Experten aus ganz Europa bestätigt. Durch eine taktische Meisterleistung und höchster Präzision bei der Ausführung wurden die beiden Russen derart verunsichert, dass der dritte Satz mit 2 : 0 an Deutschland ging und somit auf 2:4 verkürzt wurde. Zwei Punkte fehlten noch im 4. Satz zum Erreichen des Tiebreaks. Beim Stand von 1:0 im vierten Satz hatte Baschdi noch die Möglichkeit mit dem letzten Ball auf 9,5 Metern den Tiebreak zu erzwingen. Plan war seinen Ball über den russischen Block auf den Jack klettern zu lassen. Der Ball kletterte, legte sich auf den Jack ……….. und fiel runter. Durch diese Millimeter-Entscheidung wurde „nur“ noch auf 3:4 verkürzt.

Nach kurzer, verständlicher Enttäuschung, freute man sich über die Leistung in Satz 3 und 4 und die errungene Silbermedaille. Zudem verbesserte sich das Pair durch diesen Erfolg – nach dem letzten Turnier war man auf Platz 8 der Weltrangliste gerutscht – wieder auf Platz 6 in der Welt.

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