60 Jahre BVSG Ellwangen e.V. eine Erfogsgeschichte

60 Jahre BVSG Ellwangen e.V. eine Erfogsgeschichte vom Versehrtensport zum Behinderten- und Rehabilitationsport.

Die Behinderten- und Versehrtensportgemeinschaft (BVSG) Ellwangen blickt zurück auf 60 Jahre und eine beeindruckende Erfolgsgeschichte. Die großartige Jubiläumsfeier in der Stadthalle übermittelte vor allem eine Botschaft: Lebensfreude. Spaß an Bewegung trotz Handicaps, Freude am geselligen Miteinander bei Festen, Ausflügen und Reisen. Mitreißend war die Aufführung der Gruppe behinderter Jugendlicher, ein Highlight der Rollator-Tanz. Für zünftige Musik sorgten die Original Hüttmoser.

BVSG buchstabiert man so: Bunt. Vielfältig. Sportlich. Gesellig. Das alles lebt diese Gemeinschaft, die seit 23 Jahren von Heinz Rieker geleitet wird. Am 3. Februar 1957 gründeten Heimkehrer, Kriegerwitwen und Sozialrentner, wie es damals hieß, im Roten Ochsen die Versehrtensportgruppe VSG, die sich dem TSV Ellwangen anschloss, mit den Abteilungen Faustball, Gymnastik, Leichtathletik und Tischtennis. Vorsitzender war bis 1989 Eberhard Stierkorb. 1958 wurden die Schwimm- und Skiabteilung etabliert, 1972 die Wanderund Kegelgruppe, 1987 die Herzsportgruppe. Seit 1995 gibt es die Gruppe behinderter Kinder und Jugendlicher, seit 2003 die Gruppe Sport nach Schlaganfall. Im Mai 1997 schied die VSG aus dem TSV aus und gründete sich als BVSG im September 1997 neu. Heute hat sie 380 Mitglieder in zehn Abteilungen und zählt zu den mittgliederstärksten Vereinen im Württembergischen Behinderten- und Rehabilitationssportverband (WBRS).

Das sind die nüchternen Fakten. Wie die BVSG sie mit Leben füllt, ist beispielhaft. Rekorde stehen nicht im Mittelpunkt, obwohl in vielen Sportarten regionale, nationale und internationale Wettkämpfe ausgerichtet werden.

Freundschaften stehen im Vordergrund

Wichtiger ist es, Kontakte und Freundschaften zu knüpfen, mobiler und selbstständiger zu werden, individuelle Möglichkeiten zu erkennen und sich mit Fachübungsleitern in Reha-Gruppen mit Behinderungen auseinanderzusetzen. Gesellschaftliche Integration geschieht nicht mit einem trotzigen „Dennoch“, sondern unverkrampft, selbstverständlich, lebensbejahend in der Gemeinschaft: „Wir sind eine große Familie“, sagte Heinz Rieker in der Stadthalle. Zugleich mahnte er mehr gesellschaftliche Solidarität an.

Zu den Gratulanten gehörten CDU-Politiker Roderich Kiesewetter und Oberbürgermeister Karl Hilsenbek, der zum Jubiläum einen Scheck überreichte. Sport sei Lebensqualität, sagte Hilsenbek, und trage wesentlich zur Gesundheit bei. Kiesewetter betonte, die BVSG leiste herausragende Vereinsarbeit und gebe ihren Mitgliedern Halt, Stärke und Selbstvertrauen. Mehr noch: Sie reiße Barrieren in den Köpfen ein.

Die Glückwünsche der Schützenkameradschaft Ellenberg, mit der die BVSG traditionell Sommerfeste feiert, überbrachte ihr Vorsitzender Matthias Seckler, die des Sportkreises Ostalb dessen zweite Vorsitzende Cornelia SanwaldFrösch.

Mit freundlichen Grüßen
Heinz Rieker

170123 Ellwangen Erfogsgeschichte Foto privat kl

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