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Karate: Quartalsbilanz von Achim Haubennestel

Achim Haubennestel vom MTV Ludwigsburg nahm auch im 3. Quartal wieder an einigen Veranstaltungen und Turnieren teil. Darüber hinaus berichtet Achim Haubennestel, dass der Referent für Para Karate des Baden-Württembergischen Karatenverbands, Marc Kerduff, den indischen Verband mit seiner Expertise bei der Durchführung eines Para Karate Wettkampfes unterstützte bei dem Achim Haubennestel auch teilgenommen hat.

Live SMA Virtual Tour Event 2021
Fever Frenzy, der insgesamt Turniertag sechste von insgesamt zehn Wochenenden, fand am 18.07.2021 statt und es herrschten vom Wetter ideale Bedingungen, vielleicht ein Bisschen zu warm und sonnig. Die Sonne schien und ich brauchte keine Bedenken haben, dass die Dunkelheit vor Ende meiner letzten Disziplin einbricht. Nicht anderes zu erwarten sicherte sich bei den drei Para Disziplinen Achim jeweils den ersten Platz. Dazu kamen erfreulicherweise noch weitere erste Plätze in Creative Forms -40, Musical Forms -40, Traditional Forms -50 und Traditional Weapons -50. Am 15.08.2021 bei den Germ Games Live SMA Virtual Tour 2021 waren die Bedingungen recht schwierig. Dieses Mal musste ich wieder mit dem Wetter kämpfen. Der Wettergott war mir nicht holt. Massive Regenschauer gingen direkt am Anfang des Turniers herunter. Der Gedanke aus dem Auto zu filmen, war schnell zu Ende gedacht. Das Smartphone wäre zwar im Trockenen gewesen, aber die Sicht ist bei laufendem der Scheibenwischer nur bedingt möglich. Der Versuch von einer geschützten Stelle zu filmen, ging nach hinten los, weil die Distanz zur Wettkampffläche zu groß war. Dazu kam noch, dass es so stark schüttete, dass ich mit einem Besen das Wasser von der präparierten Kampffläche wegfegen musste. Als wäre das an diesem Tag nicht genügend Nachteile gewesen, kam noch dazu, dass ich mich erst verspätete mit meinen Mobilen Daten auf Grund des Unwetters einwählen konnte. In der Kategorie Traditional Creative Forms - 18 Over Para Handicapable Athletes All Belts unterlag ich dem Wetter. Während der Kategorie Traditional Forms - 40 Over Black Belt Men bildeten sich massive Wolken, die den Himmel so stark verdunkelten, dass eine bewertbare Bildübertragung nicht mehr möglich war. Wenn man zu mindestens einen größeren Raum für die Turniertage am Sonntagmittag zu Verfügung gestellt bekommen würde, wäre das eine enorme Verbesserung, weil man unabhängig vom Wetter und den Lichtverhältnis wäre. Ansonsten ist es vor allem bei den zwei letzten Turniertagen unmöglich zu punkten. Irgend wie klebte mir das Pech an diesem Wochenende an den Schuhen. Ich hab mir vor dem
Wochenende beim Fußball spielen mit dem Sohnemann eine schmerzhafte Zerrung am Oberschenke geholt. Als Kampfsportler sollte man einfach kein Fußball spielen oder sich zu
mindestens genügend war machen. Leider verstärkte sich die Zerrung, als ich Samstags im Freibad mit dem Sohnemann im Wasser toben wollte. Ich brach sofort wie schon beim Fußballsielen die Aktivität ab. Am Sonntag war dies natürlich eine massive Einschränkung. Bei der ersten Begegnung war der Schmerz so massiv, dass ich am liebsten während der Kata abbrechen wollte. Ich konnte die Form unter Schmerzen zu Ende bringen, aber es stand fest, ich muss was ändern. Ich kam zum Entschluss, die schmerzhaften Passagen zu verändern, dass der Schmerz ertragbar war. Jetzt habe ich vier Wochen Zeit um mich zu kurieren.

Trotz allem dem war ich sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Jeweils erste Plätze konnte ich bei den Creative Forms -40, Musical Forms -40, Traditional Forms -50, Traditional Weapons -50,
Traditional/Creative Weapons Para und Toilet Paper Kick Challenge Para. Während der Live SMA Virtual Tour 2021 wird eine Rangliste geführt. Die eindeutig für mich bei den Para Disziplinen ausfällt. Bei weiteren Kategorien am Ende ganz oben zu stehen, wird sich als schwierig erweisen. Rein von den letzten Ergebnissen würde alles für mich sprechen, aber meine
Kontrahenten konnten bei den ersten zwei Turniertage der Pandemie Tour Punkte sammeln. Mir war dies nicht möglich, weil ich auf Grund meiner örtlichen Gegebenheiten zweimal nicht starten konnte. Das selbe wird mir vermutlich bei den zwei letzten Turniere im Oktober und November wieder bevorstehen. Natürlich können Regenschauer jegliche Siegchancen zu Nichte machen. Ohne einen Raum 6x6 Meter mit Licht und Dach werden die zwei letzten Turniertage auch ohne Regen, wegen der frühen Dunkelheit in Wasser fallen. Lassen wir uns überraschen, wo ich am Ende stehe. Von meiner Seite aus, werde ich alles für den Erfolg geben.


2nd International India Karate und Kobudo Championship offen für alle Para Klassen
Dank Marc Kerduff, Freund und Gleichgesinnter in Sachen Parakarate, Sportkamerad und Förderer hatte ich die Möglichkeit am 04.07.2021 bei den 2nd International India Karate und Kobudo Championship teilzunehmen. Mark Kerduff unterstützte den indischen Veranstalter mit seinem Wissen und Erfahrung diese Meisterschaft im Parasport auf die Beine zu stellen. Es ist die erste internationale Meisterschaft, die alle Para Kategorien abdeckte und dazu noch der Bonus einer offenen Klasse im Kobudo. Das war ein großer Erfolg für den Parasport. Natürlich waren meine zweit ersten Plätze überaus erfreulich.

 

Die OTW WM war 2021 ein absolutes Highlight aber auch ein sportliches Desaster

Am 06.06.2021 fand die OTW WORLD CHAMPIONSHIPS der World Karate-Do Alliance statt. Die Teilnahme war nach der überaus erfolgreichen WM 2020 ein absolutes Muss. Leider war ich laut dem Regelwerk gezwungen, alles Barfuß zu machen. Eigentlich für mich kein Problem aber auf feinstem Splitt holt man sich blutige Füße. Als ich noch einmal eine Anfrage startete, verwies der Verband auf das Regelwerk, dass für alle gleich gilt. Es ging weniger um das Regelwerk, sondern dass ich als Konkurrenzfähiger Parasportler nicht bei den nicht behinderten antreten soll. Sie schreiben sich aber auf die Fahne ein inklusiver Sportverband zu sein. Inklusive bedeutet nicht zwei Veranstaltungen unter einem Dach auszutragen, sonder eine Vermischung der Teilnehmer anzustreben. Letztes Jahr startet ich unter verschiedenen Pseudonymen und konnte als behinderter und nicht behinderte jeweils erste Plätze verzeichnen. Nach der WM stellten sie fest, dass es sich jeweils um ein und die selben Person handelte. Nur durch diesen Trick war ich konkurrenzfähig. Seit dem kann ich nur noch als Parasportler punkten. Ein erster in meiner Kategorie und ein dritter
in Offenen Klasse können sich trotzdem sehen lassen. Es kamen noch ein zweiter Platz in den Kategorien Musik Formen und Musik Formen mit Weapon dazu. Ich habe mir für die Zukunft vorgenommen, nicht mehr bei Verbänden zu starten, die nicht Fairplay und die Sportler, egal aus welchem Land oder Verband, an die oberster Stelle setzten.

 

Text und Bild: Achim Haubennestel

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