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Gut zu wissen

Die Disziplinen der Präzisions­sportart Sportschießen unter­scheiden sich je nach gewählter Sportwaffe, Distanz zur Zielschei­be und deren Durchmesser sowie je nach Schießposition, Schussan­zahl und Zeitlimit. Sportschütz*innen können zudem zwischen verschiedenen Gewehr- und Pistolendisziplinen wäh­len. Unabhängig davon wird in der Regel auf schwarze runde Zielscheiben geschossen, die in zehn Ringe unterteilt sind.

Dabei gilt: Je näher der Treffer am Mittelpunkt platziert ist, umso mehr Ringe erhält man. Gewonnen hat, wer am Ende des Wettkampfes die meisten Ringe erzielt hat. Daneben gibt es auch Diszipli­nen, bei denen nicht auf eine feststehende Zielscheibe, sondern auf spezielle Wurfscheiben geschossen wird. Die Schießposition variiert zwischen stehend, sitzend oder liegend, weshalb der Sport auch für Menschen mit Behinderung sehr gut geeignet ist. Sportschießen ist bereits im Jugendalter möglich, wobei sicherheitsbedingt Lichtsportwaffen zum Einsatz kommen.

Durch die individuelle Anpassung der Sportwaffen und unterschiedliche Schießpositionen lässt sich der Schießsport einfach inklusiv umsetzen. Ein sogenannter Hilfsmittelausweis, der nach der Klassifizierung vom Deutschen Schützenbund ausgestellt wird, ermöglicht mit den dort eingetra­genen und für den Wettkampf zugelassenen Hilfsmitteln, dass sich Sportschütz*innen mit und ohne Behinderung ohne Regeländerung miteinander messen können.

Menschen mit eingeschränkter Mobilität der unteren Extremitäten können neben den genann­ten sitzenden Optionen auch im Liegen schießen. Bei Menschen mit eingeschränkter Mobilität im Bereich der oberen Extremitäten, aber auch bei Trainingsanfänger*innen können auf Federn gelagerte Ständer oder sogenannte Schießschlingen unterstützend als Sportwaffenauflage zum Einsatz kommen. Dadurch muss die Sportwaffe nicht aus eigener Kraft gehalten werden.

Für sehbehinderte und blinde Sportler*innen gibt es spezielle Sportwaffenaufbauten, die einen immer heller werdenden Summton ausgeben, je näher man dem Mittelpunkt der Zielscheibe kommt. Damit ermöglichen sie ein Schießen nach Gehör. Angepasste Schießbrillen können bei Menschen mit schwach ausgeprägter Sehbehinderung unterstützen. Für Menschen mit Ampu­tationen oder Einschränkungen der oberen Extremitäten gibt es spezielle Auslösemechanismen, die auch ohne Finger bedient werden können. Es darf zudem in allen Fällen Hilfe beim Laden der Sportwaffe in Anspruch genommen werden. Menschen mit geistiger Behinderung üben den Sport nur mit Lichtsportwaffen aus.

 

Für Fragen steht unser Fachwart Lothar Abele gerne zur Verfügung:

sportschiessen@wbrs-online.net