Am 31.03. fanden die Deutschen U25 Meisterschaften in Homberg/Ohm statt. Insgesamt nahmen 46 Spieler mit verschiedenen Behinderungen aus allen Teilen Deutschlands teil. Alle vier für den WBRS startenden Spieler konnten sich einen Platz auf dem Podest erkämpfen.
Das höchste nationale Jugend- Tischtennis-Turnier im Behindertensport wurde sowohl für die Klassen eins-fünf (Rollstuhlfahrer) als auch die stehenden Klassen, sechs- allgemeine Behinderung, ausgetragen. Die WBRS-Spieler gingen in den stehenden Klassen an den Start. Jannik Schneider (Starter-Klasse neun vom SV Hoffeld (Startund Moritz Blumenstock (Starter-Klasse acht) von der VSG Mitteltal trugen dabei zum ersten Mal das Württemberg-Trikot. Mit seinem starken Aufschlagspiel konnte der hoch-gewachsene Jannik Schneider die Erwartungen erfüllen und belegte den zweiten Platz
Für eine Überraschung sorgte Moritz Blumenstocks Auftritt in der Starter-Klasse acht. Trotz seiner erst 15 Jahre spielte der kleinwüchsige Blumenstock clever auf und wurde in seiner Gruppe Zweiter. Im Halbfinale hatte er es dann mit dem Herren-Europameisterschafts Teilnehmer von 2011, Joshua Wagner (BRS Saarland) zu tun. Blumenstock legte einen Traumstart hin und führte schnell mit 9:3 in Satz eins. Jedoch änderte der Saarländer die Taktik und holte sich mit einer famosen Aufholjagd den wichtigen ersten Satz. In den Sätzen zwei und drei war dann der Favorit wieder am Drücker. Ein Spiel später gewann Wagner auch verdient den Titel. „Moritz war die Überraschung des Turniers. Er hat von Anfang an clever gespielt und den dritten Platz absolut verdient, “ freute sich Tischtennisfachwart Harald Laue über den WBRS-Neuzugang. „ Moritz ist erst 15 Jahre jung und seinen allesamt älteren Gegnern schon jetzt zum Teil taktisch überlegen. Das ist für einen so jungen Spieler, der zum ersten Mal bei einem Turnier im Behinderten-Tischtennis an den Start geht, sehr ungewöhnlich, „ freute sich auch Trainer Andreas Escher über die neue Qualität in seinem Leistungskader
In der Starter-Klasse zehn wurde Michael Roll (SV Hoffeld) seiner Favoritenrolle mehr als nur gerecht. Im gesamten Turnier gab er keinen einzigen Satz ab. Der agile Rechtshänder hat in den letzten zwei Jahren einen sehr großen Leistungssprung zu verzeichnen. Während er vor zwei Jahren sich beim selben Turnier mit Platz fünf begnügen musste, ist er mittlerweile unangefochten Deutschlands bester Nachwuchsspieler in seiner Starter-Klasse. Eine gute und konstante Leistung zeigte auch der technisch versierte Tim Laue, ebenfalls vom SV Hoffeld. Letztendlich reichte es für ihn zum dritten Platz in der Starter-Klasse sechs/sieben. Gleich zu Beginn des Turniers kam es zum Aufeinander-treffen mit Lokalmatador Winkler aus Hessen. Laue servierte in Satz eins und zwei nahezu perfekt, ließ den Linkshänder aus Büßfeld nicht ins Spiel kommen. Mit viel Kampfkraft fand Winkler jedoch zurück ins Spiel und gewann mit 3:2. In den folgenden Spielen verlor Laue keinen Satz mehr. Lediglich gegen den späteren Sieger, Dennis Freye (BSNW), musste er sich beugen. „Die Zukunft kann Tim gehören. Die Spieler auf den Plätzen eins und zwei sind 6-8 Jahre älter als er. Außerdem gehören beide Spieler der Starter-Klasse sieben an. Tim war im Wettkampf der Klassen sechs/sieben der einzige Sechser, “ unterstreicht Escher Laues Potential. Ein besonderer Dank geht an Alexander Frank, der als Co-Trainer mit in Homberg war. Frank war zusammen mit Escher für die spielerische Betreuung zuständig und hatte einen erheblichen Anteil an dem Überraschungscoup von Moritz Blumenstock. Fachwart Laue hatte wie gewohnt für die reibungslose An- & Anreise, sowie für die Übernachtung gesorgt.
Ende April steht nun die Deutsche Aktiven-Tischtennis-Meisterschaft für Menschen mit Behinderung in Schutterwald (Baden) an. Dort wird der WBRS mit einem zehnköpfigen Aufgebot an den Start gehen.
